Kirschlorbeer und seine Gefahren für Hunde

Kirschlorbeer, auch bekannt als Prunus laurocerasus, ist eine immergrüne Pflanze, die in vielen Gärten und Landschaften wegen ihrer dichten, glänzenden Blätter und ihrer Schnittverträglichkeit geschätzt wird. Obwohl Kirschlorbeer für Menschen ungiftig ist, birgt er ein potenzielles Risiko für Hunde und andere Tiere. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Kirschlorbeer giftig für Hunde ist, welche Symptome bei einer Vergiftung auftreten können und wie Sie eine Vergiftung verhindern und behandeln können.

Kirschlorbeer enthält eine Substanz namens Amygdalin, ein cyanogenes Glykosid, das in den Blättern, Zweigen, Samen und Blüten der Pflanze vorkommt. Wenn ein Hund Kirschlorbeer frisst, wird das Amygdalin durch Enzyme im Magen-Darm-Trakt in toxisches Cyanwasserstoff (Blausäure) umgewandelt. Blausäure ist ein starkes Gift, das die Zellatmung beeinträchtigt und zu schweren Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen kann.

Symptome einer Kirschlorbeervergiftung bei Hunden

Die Symptome einer Kirschlorbeervergiftung bei Hunden können rasch auftreten und variieren je nach Menge der aufgenommenen Pflanzenteile und der Größe und Gesundheit des Hundes. Zu den häufigsten Symptomen einer Kirschlorbeervergiftung gehören:

  1. Atemnot und erhöhte Atemfrequenz
  2. Erbrechen und Durchfall
  3. Speicheln und Schaumbildung im Maul
  4. Schwäche und Koordinationsprobleme
  5. Krampfanfälle und Zittern
  6. Bewusstlosigkeit und Koma
  7. Kreislaufkollaps und Tod

Bei einer Vergiftung kann es auch sehr schnell lebensbedrohlich werden, insbesondere wenn der Hund größere Mengen der Pflanze gefressen hat. Daher ist es wichtig, sofort einen Tierarzt* aufzusuchen, wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund Kirschlorbeer gefressen hat oder Vergiftungssymptome zeigt.

Erste Hilfe und Behandlung einer Kirschlorbeervergiftung

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Hund Kirschlorbeer gefressen hat, sollten Sie sofort einen Tierarzt kontaktieren. In der Zwischenzeit können Sie folgende Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen:

  1. Entfernen Sie alle Pflanzenteile aus dem Maul und der Umgebung Ihres Hundes, um eine weitere Aufnahme zu verhindern.
  2. Versuchen Sie nicht, Ihrem Hund Erbrechen herbeizuführen, es sei denn, Ihr Tierarzt hat dies ausdrücklich empfohlen. Das Herbeiführen von Erbrechen kann bei einer Cyanidvergiftung zu Atemproblemen führen und die Situation verschlimmern.
  3. Halten Sie Ihren Hund ruhig und in einer wohltemperierten Umgebung, um Stress und zusätzliche Belastungen zu vermeiden.

Sobald Sie beim Tierarzt ankommen, wird dieser die Symptome und den Schweregrad der Vergiftung beurteilen und die entsprechende Behandlung einleiten. Die Behandlung einer Kirschlorbeervergiftung kann Folgendes umfassen:

  1. Sauerstofftherapie: Bei Atemproblemen oder Atemnot kann Ihr Tierarzt Sauerstoff verabreichen, um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu verbessern.
  2. Flüssigkeitstherapie: Intravenöse Flüssigkeiten können verabreicht werden, um den Kreislauf zu unterstützen und die Nierenfunktion aufrechtzuerhalten.
  3. Medikamente: Je nach Symptomen kann Ihr Tierarzt verschiedene Medikamente verschreiben, wie z. B. krampflösende Mittel zur Behandlung von Krampfanfällen oder Sedativa zur Beruhigung Ihres Hundes.
  4. Antidote: In einigen Fällen kann ein Cyanid-Antidot, wie z. B. Hydroxocobalamin, verabreicht werden, um die Cyanidvergiftung zu neutralisieren. Die Verwendung eines Antidots hängt von der Verfügbarkeit und dem Schweregrad der Vergiftung ab.

Die Prognose für Hunde, die Kirschlorbeer gefressen haben, hängt von der Menge der aufgenommenen Pflanzenteile, der Größe des Hundes, dem Zeitpunkt der Behandlung und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes ab. Bei schneller und angemessener Behandlung können viele Hunde eine Kirschlorbeervergiftung überleben, allerdings können schwere Vergiftungen leider auch tödlich enden.

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Prävention von Kirschlorbeervergiftungen bei Hunden

Um das Risiko einer Kirschlorbeervergiftung bei Ihrem Hund zu minimieren, sollten Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen:

  1. Vermeiden Sie den Anbau von Kirschlorbeer in Ihrem Garten oder entfernen Sie existierende Kirschlorbeerpflanzen, insbesondere wenn Ihr Hund dazu neigt, Pflanzen zu fressen.
  2. Achten Sie darauf, Ihren Hund während der Spaziergänge gut zu beaufsichtigen und ihn davon abzuhalten, unbekannte Pflanzen zu fressen.
  3. Bringen Sie Ihrem Hund bei, auf Kommandos wie „Lass es!“ oder „Aus!“ zu hören, um das Fressen von Pflanzen oder anderen gefährlichen Gegenständen zu verhindern.
  4. Informieren Sie sich über giftige Pflanzen in Ihrer Region und passen Sie Ihre Gartengestaltung entsprechend an, um die Sicherheit Ihres Hundes zu gewährleisten.

Abschließende Gedanken

Kirschlorbeer ist eine potenziell giftige Pflanze für Hunde und kann bei Verzehr zu schweren Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen. Als verantwortungsbewusster Hundebesitzer ist es wichtig, das Risiko einer Kirschlorbeervergiftung zu minimieren, indem man die Pflanze aus dem Garten entfernt, den Hund während der Spaziergänge beaufsichtigt und ihm beibringt, auf Kommandos zu hören, die das Fressen von Pflanzen verhindern. Darüber hinaus ist es wichtig, stets auf Anzeichen einer Vergiftung zu achten und bei Verdacht auf Kirschlorbeerverzehr sofort einen Tierarzt aufzusuchen.

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