Grundgehorsam – 7 wichtige Kommandos

Grundgehorsam ist ein wichtiger Teil der Hundeerziehung. Es hilft den Hunden, sicher und verantwortungsbewusst zu sein, was ihnen hilft, sich an die Regeln der Welt anzupassen. Ein guter Grundgehorsam kann dir helfen, deinen Hund daran zu hindern, unerwünschtes Verhalten zu zeigen – sowohl gegenüber dem Besitzer als auch anderen Menschen und Tieren.

Es ist auch wichtig zu verstehen, dass jeder Hund unterschiedlich sein kann und dass es eine Weile dauern kann, bis er die Kommandos beherrscht. Einige Hunde lernen leichter als andere und manche brauchen mehr Zeit, um zu lernen. Es ist auch wichtig zu bedenken, dass manche Kommandos schwieriger sein können als andere und dass es regelmäßige Übung erfordert, um diese Kommandos zu meistern.

Ebenso wichtig ist es aber auch, deinem Hund Fortschritte in Anerkennung zu schenken und ihm Belohnungen für die richtige Ausführung von Kommandos zukommen zu lassen. Dies ist eine effektive Methode, um Ihrem Hund positive Bestärkung für gutes Verhalten zu geben. Wenn du einen positiven Ansatz bei der Erziehung deines Hundes verfolgen und ihn für gutes Verhalten belohnst, wird er viel schneller lernen und sich besser an die Regeln halten.

Es ist auch wichtig, eine Balance herzustellen – überfüllte Trainingsstunden oder übertriebene Erwartungshaltung an den Hund sollten vermieden werden; stattdessen solltest du versuchen, dem Training etwas Spannendes hinzuzufügen und dem Hund positive Erfahrungsmöglichkeiten bieten. Ein Beispiel hierfür könnte sein, dem Hund beizubringen „Sitz“ mit verschiedene Arten von Leckerlis oder Spielzeugen zu verbinden – so kann er den Befehl schneller erlernen und immer neugierig bleiben.

Grundgehorsam sollte niemals als Strafe angesehen werden; vielmehr geht es darum, dem Hund beizubringen, bei dir geliebt und respektiert zu sein. Wenn du Geduld hast und eine liebevolle Umgebung schaffst, in der dein Hund gerne lernt – ohne Stress oder Druck – wird er bald alle notwendigen Grundgehorsamskommandos beherrschen!

Die 7 wichtigsten Grundkommandos für deinen Hund

Ein wichtiger Teil der Erziehung ist das Ausüben von Kommandos. Wenn dein treuer Freund die Kommandos beherrscht, erlebt ihr einen entspannten und sicheren Alltag. Jetzt bekommst du Tipps und Tricks, wie du deiner Fellnase die wichtigsten Kommandos beibringst.

1. Kommando "Sitz!"

Das Kommando bringt deinen Vierbeiner in Alltagssituationen zur Ruhe. Egal, ob du deinen Hund vor dem Supermarkt anleinen möchtest oder ob ihr an der Straße warten müsst, mit diesem Kommando fällt vieles leichter.

So trainierst du das Kommando „Sitz!“:

  • Begebt euch in ein ablenkungsfreies Umfeld.
  • Halte ein Leckerli über den Kopf deines Lieblings, sodass er seinen Kopf leicht strecken muss.
  • Führe deine Hand immer weiter nach oben. Nun setzt sich dein Hund automatisch hin, um den Snack nicht aus den Augen zu verlieren.
  • In dem Moment, wenn sich dein Vierbeiner hinsetzt, sage das Kommando „Sitz!“.
  • Lobe und belohne ihn dafür, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt.
  • Schritt für Schritt kannst du die Distanz zwischen dir und deinem Vierbeiner vergrößern.
  • Beginne von vorne, wenn deine Fellnase auf dich zukommt anstatt sich hinzusetzen.
  • Belohne und lobe ihn erst, sobald das Kommando korrekt ausgeführt wird.
  • Löse das Kommando immer auf, indem du beispielsweise „Okay!“ sagst und eine bestimmte Geste zeigst.
  • Du kannst in eine Umgebung mit mehr Ablenkung gehen, wenn das gewünschte Verhalten gefestigt ist. Trainiere zum Beispiel während eines Spaziergangs weiter.

2. Kommando "Platz!"

Sobald das Kommando „Sitz!“ gut funktioniert, geht es weiter mit einem Signal, das für noch mehr Entspannung sorgt. In der Hundeschule, in der Bahn oder im Restaurant hilft dir das Kommando „Platz!“, auf deinen Vierbeiner einzuwirken und ihn zu beruhigen. Bei diesem Kommando soll sich deine Fellnase nicht nur hinsetzen, sondern ablegen.

So trainierst du das Kommando „Platz!“:

  • Führe deinen treuen Freund in den Sitz.
  • Halte ihm einen Snack vor die Nase und bewege das Leckerli langsam zu Boden.
  • Nun legen sich die meisten Vierbeiner von allein ab, weil dies die beste Position ist, um dem heißersehnten Leckerli zu folgen.
  • Wenn Hinterteil und Brust am Boden liegen, sage deutlich „Platz!“.
  • Lobe ihn und gib ihm den köstlichen Snack.
  • Deine Fellnase sollte erst aufstehen, wenn du das Auflösesignal zeigst / sagst.
  • Vergrößere beim nächsten Training die Distanz zwischen dir und deinem Hund.
  • Steigere schrittweise die Liegedauer.

3. Kommando "Bleib!"

Wenn dein Liebling an einem Ort verweilen soll, trainiere das Signal „Bleib!“. Das Training für dieses Kommando lohnt sich erst, wenn „Sitz!“ und „Platz!“ beherrscht werden. „Bleib!“ hilft im Alltag zum Beispiel bei Wartezeiten im Supermarkt oder im Restaurant. Jogger und Radfahrer danken es dir, wenn du deinem Freund das Kommando beigebracht hast. Auch im trauten Heim macht es Sinn, das Kommando „Bleib!“ zu nutzen, falls dein Hund auf seiner Hundedecke verweilen soll.

So trainierst du das Kommando „Bleib!“:

  • Trainiere zu Beginn in einem ablenkungsfreien Umfeld. Erst wenn das Kommando sitzt, kann ein Ort mit mehr Reizen in Erwägung gezogen werden.
  • Sprich das Kommando „Sitz!“ oder „Platz!“ aus.
  • Bewege dich langsam rückwärts und benenne das Signal „Bleib!“. Zeige dabei mit einer Handgeste das Stoppsignal (aufgerichtete flache Hand heben).
  • Bleibt dein Vierbeiner an Ort und Stelle, löst du das Training mit einem Auflösesignal auf. Beispielsweise kannst du deine Fellnase zu dir rufen.
  • Bei Erfolg loben und belohnen nicht vergessen!
  • Wichtig ist, dass du das Kommando nicht ständig äußerst, sondern nur einmal das Wort „Bleib!“ aussprichst.

4. Kommando "Nein!"

Bestimmte Bereiche, Verhaltensweisen oder Gegenstände sind für deinen Vierbeiner Tabu. Somit ist dieser Befehl einer der wichtigsten in der Erziehung. Es gibt so einige Dinge, die deine Fellnase nicht darf: Schuhe zerfleischen, Essen vom Tisch klauen und Besucher ablecken. Die Liste lässt sich natürlich noch erweitern. Prüfe deine Grenzen und lege fest, was erlaubt oder eben nicht erlaubt ist. Besondere Bedeutung hat das Kommando beim Thema Giftköder. Hier rettet das Signal sogar Hundeleben. Nutze das Kommando nicht ständig, denn sonst verliert es seine bedeutende Signalwirkung.

So trainierst du das Kommando „Nein!“:

  • Lege einen Hundesnack in deine Handfläche.
  • Sobald deine Fellnase das Leckerli aufnehmen möchte, sagst du deutlich „Nein!“. Schließe dabei deine Hand.
  • Zeige die Leckerei erneut und wiederhole den Ablauf.
  • Erst in dem Moment, wenn dein Hund die geschlossene Hand nicht mehr anstupst und er Augenkontakt aufnimmt, zeigst du ihm den Snack.
  • Jetzt erlaube ihm mit dem Signal „Nimm!“ das Aufnehmen der Leckerei.
  • Im weiterführenden Training legst du den Snack nicht in deine Hand, sondern auf den Boden.

5. Kommando "Aus!"

Es kommt vor, dass Dinge im Maul deines Lieblings landen, die dort nichts zu suchen haben. Manches geht sogar mit Lebensgefahr einher (Gift, Glas). Zudem muss dein Hund beim Apportieren seine Beute wieder hergeben, sonst macht das Spiel keinen Sinn.

So trainierst du das Kommando „Aus!“:

  • Ein attraktives Tauschgeschäft, dem dein Hund nicht widerstehen kann, funktioniert am besten. Biete ein Leckerli oder sein Lieblingsspielzeug an.
  • Dafür muss deine Fellnase seine Beute fallen lassen.
  • Sage dabei klar und deutlich „Aus!“.
  • Gib ihm das Tauschobjekt.
  • Nach einiger Zeit brauchst du kein Tauschgegenstand mehr, denn dein Hund reagiert allein auf den Befehl und das Lob.

6. Kommando "Hier!"

Das Signal gehört zu den wichtigen Kommandos, da mit diesem ein zuverlässiger Rückruf einhergeht. „Hier!“ dient der Sicherheit von Umwelt, Tier und Mensch. Zugleich ist der Befehl die Erlaubnis für Freilauf.

Häufig lernen junge Hunde das Kommando im Handumdrehen. Besonders Welpen neigen dazu, ihrem Rudelführer hinterherzulaufen.

So trainierst du das Kommando „Hier!“:

  • Kommt dein Vierbeiner auf dich zu, sage „Hier!“ und zeige ihm, wie sehr du dich darüber freust.
  • Deine offene und freundliche Körpersprache und positive Stimmung soll deine Fellnase einladen, jederzeit gerne zu dir zu kommen.
  • Sobald dein Liebling bei dir ist, hat er eine Belohnung verdient (Leckerli, Spielzeug oder Streicheleinheit).
  • Verstärke positives Verhalten durch Zuwendung und Lob, besonders in der Anfangszeit.
  • Das Zurückkommen muss für deinen Hund interessanter und schöner sein als die Umgebung.

7. Kommando "Bei Fuß!"

Mit diesem Signal erreichst du, dass dein Vierbeiner angeleint sowie unangeleint an deiner Seite läuft. Vor allem an stark befahrenen Straßen bringt das Kommando Klarheit und Sicherheit. Auch in Stresssituationen lenkst du deinen Hund mit diesem Befehl ab und sorgst für Entspannung.

So trainierst du das Kommando „Bei Fuß!“:

  • Nimm einen Hundesnack in die linke Hand.
  • Dein treuer Freund steht angeleint an deiner linken Seite.
  • Bewege dich nun langsam vorwärts.
  • Bestenfalls folgt dir dein Hund. Seine Augen folgen vor allem deiner Leckerli-Hand und suchen immer wieder Blickkontakt.
  • Sage das Kommando „Bei Fuß!“.
  • Schlendert deine Fellnase ruhig neben dir her, gibst du die leckere Belohnung frei.
  • Bleibe stehen, wenn er an der Leine zieht und bellt. Sobald sich dein Hund beruhigt hat, gehst du weiter.
  • Variiere im nächsten Schritt das Tempo.
  • Wenn bisher alles gut läuft, kannst du es auf einem eingezäunten Grundstück unangeleint probieren.
  • Trainiere nur kurze Sequenzen, da es deinem Liebling viel Konzentration kostet.

Kommandos für deinen Hund - Konsequenz und deutliche Aussprache beachten

Für alle 7 Grundkommandos gilt: Sei konsequent und geduldig. Nur wer am Ball bleibt und regelmäßig trainiert, sieht Erfolge. Es gibt Tage, da läuft nicht viel und der Fortschritt bleibt aus.Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Verschiebe das Üben auf einen anderen Tag, wenn du Stress hast oder schlecht drauf bist.

Drücke dich im Training verbal deutlich aus. Nutze kurze Kommandos wie „Nein!“, „Sitz!“ und „Bleib!“. Zu lange Phrasen wie zum Beispiel „Komm her zu mir und bleib an meiner Seite!“ stiften im Hundekopf oft Verwirrung. Dein Hund hat feine Antennen und spürt, wie Ernst du es meinst. Sei während des Trainings konzentriert, aber nicht verbissen. Es soll Spaß machen, denn zu viel Druck führt nirgendwo hin und schadet eurer Beziehung.

Die 8 häufigsten Fehler, die beim Grundgehorsamstraining gemacht werden und wie man sie vermeidet

Beim Grundgehorsamstraining gibt es einige Fehler, die Hundeanfänger oft begehen. Hier sind 8 häufige:

1. Unzureichendes Loben des Hundes

Es ist wichtig, den Hund für seine korrekten Befehle zu loben und ihn dazu zu ermutigen, den richtigen Weg einzuschlagen. Wenn man den Hund nicht lobt, wird er sich nicht anstrengen und nicht gewillt sein, hart zu arbeiten und sich beim Training Mühe zu geben.

2. Nicht konsequent sein

Konsequenz ist eines der Schlüsselwörter beim Training. Wenn man nicht konsequent sind, versteht der Hund nicht, was man von ihm erwarten. Er wird unkonzentriert und verwirrt sein. Das wiederum wird zu schlechtem Verhalten führen.

3. Zu viel Druck auf den Hund ausüben

Einer der größten Fehler beim Grundgehorsamtraining ist es übermäßigen Druck auf den Hund auszuüben oder ihn zu bestrafen. Dies führt nur dazu, dass der Hund verängstigt wird und es einem schwieriger macht, mit ihm zu trainieren. Stattdessen sollte man dem Hund positive Bestärkung geben und ihn belohnen, wenn er etwas Richtiges tut.

4. Nicht genug Zeit investieren

Egal ob es um Grundgehorsam oder andere Trainingsmethoden geht – Zeit ist entscheidend! Das Training muss regelmäßig stattfinden und man muss genug Zeit investieren, damit der Hund die Befehle lernen kann und versteht.

5. Ablenkung des Hundes ignorieren

Ablenkungen können schwerwiegende Auswirkungen auf das Lernverhalten des Hundes haben und seine Fähigkeit beeinträchtigen, einen Befehl in einer bestimmten Situation richtig auszuführen oder zu reagieren. Daher sollte man versuchen, Ablenkungsfaktoren so weit wie möglich zu minimieren oder mit speziell entwickelten Übungen darauf vorzubereiten.

6. Die Kommandos mehr als einmal geben

Es ist wichtig, dass alle Kommandos eindeutig formuliert sind und immer gleich bleibend gehalten werden; Sag niemals „Komm“ mehr als einmal oder ändere die Formulierung abwechselnd in „Komm jetzt!“ Oder „Komm her!“ Dies machte es dem Hund schwer zu verstehen was von ihm erwartet wird.

7. Ungeduld zeigen

Geduld ist unerlässlich beim Training eines Hundes; manchmal braucht er etwas länger (oder kürzer) um etwas Neues zu lernen als andere Welpen oder Erwachsene Tiere in seinem Alter oder Rasseklasse – aber all diese Faktoren spielen keine Rolle und Ihr Ziel sollte es sein jeden Tag einen Schritt weiterzukommen im Training Ihres Lieblings!

8. Ignorieren von Fehlverhalten

Man sollte versuchen Fehlverhalten frühzeitig anzugehen, anstatt es zuzulassen bis es schlimmer wird (was hoffentlich niemals passiert!) Desto länger Sie Fehlverhalten ignorieren, desto schwieriger wird es das Verhalten des Hundes zu ändern. 

Fazit

In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Kommandos für den Hundegrundgehorsam besprochen. Es ist wichtig, dass ein Hund diese kennt und befolgt, um ein souveräner und gehorsamer Begleiter zu sein. Die wichtigsten Kommandos sind „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Komm“, „Bring“, „Bei Fuß“ und „Hierher!“. Wenn ein Hund diese beherrscht, ist es leichter für Sie, mit ihm zu arbeiten und ihn zu erziehen.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teile Ihn: