Kinesio Tape für Hunde – Vorteile und Anwendung

Kinesio Tape

Kinesio Tape für Hunde - Vorteile, Anwendung und Indikationen

Ein Kinesio Tape wird zur Behandlung von Entzündungen und Verletzungen eingesetzt. Schon längst steht es nicht mehr nur für Menschen zur Verfügung. Auch Hunde können von den bunten Pflasterstreifen effektiv profitieren. Im Folgenden erfährst Du alles über den Einsatz von Physio Tapes zur Behandlung von Hunden.

Was Du wissen musst - allgemeine Informationen

Kinesiotaping wird bei Hunden genutzt, um Beschwerden des gesamten Bewegungsapparats zu mildern. Bei solchen kann es sich zum Beispiel um Schmerzen nach Überbelastungen oder Verletzungen sowie um muskuläre Verspannungen handeln. Wird auf die betroffenen Stellen ein Kinesio Tape angebracht, hebt es die Haut leicht an und ermöglicht so, dass das Blut besser in die darunter liegenden Gewebeschichten eindringen kann. So erfolgt eine schnellere Heilung.

Alle Vorteile von Kinesio Taping auf einen Blick:

  • Kinesiotaping hilft bei der Linderung von Gelenk-, Muskel- und Sehnenbeschwerden
  • es gibt keine Wechsel- und Nebenwirkungen (außer bei falscher Anwendung)
  • Blut- und Lymphfluss werden angeregt
  • stabilisieren, ohne die Mobilität einzuschränken
  • körpereigene Heilungsprozesse werden aktiviert

Was ist ein Kinesio Tape?

Bei einem Kinesio Tape handelt es sich um ein elastisches Band aus Textil – zumeist Baumwolle -, welches eine Acryl-Klebeschicht aufweist und so auf der Haut fixiert werden kann. Es ist genauso dick und flexibel wie Haut und passt sich somit optimal an deren Beschaffenheit an.

In aller Regel sind Kinesio Tapes in vielen verschiedenen Farben und Breiten verfügbar. So kannst Du Dich bei der Auswahl des richtigen Tapes an die Voraussetzungen Deines Hundes anpassen. Alternativ kann ein Kinesio Tape für Tiere* auch zurechtgeschnitten werden.

Was ist Kinesiotaping?

Kinesiologische Tapes werden in der Physiotherapie verwendet, um verletzte Muskeln, Sehnen und Bänder zu stabilisieren. Durch die Fixierung der Haut wird das darunter liegende Gewebe gereizt und soll so zur Selbstheilung animiert werden. Da die Streifen leicht gedehnt aufgeklebt werden, wollen sie sich naturgemäß wieder zusammenziehen und heben die Haut daher etwas an. Gewebe, welches darunter komprimiert war – zum Beispiel Blutgefäße, Lymphgefäße oder Muskeln -, bekommt so mehr Platz.

Nur durch Bewegung entfaltet sich die volle Wirkung von Kinesio Tapes. Werden die beim Hund mit Tapes behandelten Partien bewegt, verschieben sich die Haut und darunter liegendes Gewebe gegeneinander. Hierdurch werden Rezeptoren aktiviert und der Heilungsprozess angeregt. Achte also darauf, dass sich Dein Hund nach einer Behandlung mit Kinesio Tapes auch ausreichend bewegt – zum Beispiel bei einem ausgiebigen Spaziergang oder dem Joggen an der Leine*.

Begründet wurde Kinesiotaping im Jahre 1973 vom japanischen Physiotherapeuten Kenzo Kaze. Dieser entwickelte eine Methode, um Verletzungen und Schmerzen mithilfe bunter Klebestreifen („Tapes“) kurieren zu können. Heutzutage wird sein Wissen auf der ganzen Welt angewandt. Vor allem viele Sportler lassen sich regelmäßig tapen, um Muskeln, Sehnen und Bänder bei der Heilung zu unterstützen. Auch ein vorbeugender Einsatz ist möglich.
Die vorteilhaften Effekte des Kinesiotapings sind nicht nur Menschen vorbehalten. So werden mittlerweile zum Beispiel auch Hunde und Pferde mit der Methode behandelt.

Wann ist Kinesiotaping hilfreich?

Kinesiotaping kann bei der Bekämpfung einer Vielzahl von Beschwerden hilfreich sein und kommt zumeist unterstützend zum Einsatz – zum Beispiel als Ergänzung zu einer Physiotherapie.

Als Behandlung folgender Krankheiten werden Kinesio Tapes bei Hunden oft angewandt:

  • Arthrose
  • zur Unterstützung nach Operationen
  • Spondylosen
  • Luxationen
  • Narbenbehandlung
  • Hämatome (Anwendung erst nach der Einblutung)

Weitere Anwendungsgebiete sind möglich.

Gibt es ein Risiko bei der Verwendung von Kinesiologischen Tapes?

Grundsätzlich geht die Verwendung von Kinesio Tapes nur bei unsachgemäßer Anwendung mit Risiken einher. Möchtest Du Deinem Hund Tapes anlegen, solltest Du sicher gehen, dass

  • der Einsatz im Falle Deines Hundes indiziert ist und,
  • dass eine sachgemäße Anbringung erfolgt.
Es ist daher von hoher Relevanz, dass nur Personen mit Fachwissen Deinem Hund Kinesio Tapes anlegen. Dies können zum Beispiel Tierärzte, Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeuten oder auch Du – nach der Belegung eines entsprechenden Kurses – sein. Werden die Tapes falsch angelegt, kannst Du Deinem Hund damit auch schaden. So können etwa Verspannungen und Schwellungen entstehen. Außerdem gehört auch eine Verlangsamung des Blutflusses zu den potenziellen Nebenwirkungen bei unsachgemäßer Anwendung.

Kontraindikationen

In einigen Fällen macht die Verwendung von Kinesio Tapes bei Hunden wenig Sinn, beziehungsweise würde keine Ergebnisse erzielen. So können die Klebestreifen beispielsweise bei Knochenbrüchen zur Ruhigstellung nicht beitragen, da sie viel zu flexibel sind. Gleiches gilt für Sehnen- und Bänderrisse. Auf Hautverletzungen dürfen ebenfalls keine Tapes aufgeklebt werden.

Für welche Hunde ist Kinesiotaping geeignet?

Ob Physio Tapes für Deinen Hund geeignet sind, wird hauptsächlich von dessen Fell abhängen. Ein Kinesio Tape muss sicher auf der Haut, beziehungsweise, dem Fell, fixiert werden können. Bei Hunden mit kurzem Fell ist dies in der Regel kein Problem. Hat Dein Vierbeiner allerdings eine eher flauschige Behaarung, werden Tapes unter Umständen nicht optimal halten. Ist dies der Fall, können die Haare zur Not an dafür geeigneten Stellen gekürzt oder abrasiert werden.

Dein Online Kurs - alles über Kinesiotaping für den Hund

Du möchtest selber lernen, Deinem Hund Kinesio Tapes anzulegen? Kein Problem. Im Online-Kurs der Dogtisch-Academy lernst Du von der Pike auf, wie Kinesio Taping funktioniert. Im Anschluss an den Kurs wirst Du selber dazu in der Lage sein, Deinen Hund mit einem Kinesio Tape zu behandeln.

Da die Wirkung der Pflasterstreifen sich nur durch eine korrekte Anwendung entfalten kann, ist es wichtig, diese professionell zu erlernen. Bei der Dogtisch-Academy* lernst Du deshalb direkt von der Tierärztin Dr. Sabine Mai, worauf es beim Kinesiotaping ankommt.

Als Lernumgebung steht Dir hierbei eine gut ausgebaute Online-Platform zur Verfügung. In 3 umfangreichen Modulen lernst Du in zahlreichen Videos, wie Du Physio Tapes richtig anwendest. Mehrere Tausend Absolventen aus 17 Ländern stehen für Qualität und Erfolg der Ausbildung.

Für wen der Online-Kurs der Dogtisch-Academy geeignet ist

Grundsätzlich steht der Online-Kurs im Kinesiotaping allen Interessierten offen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Es sind daher sowohl Laien als auch Menschen, die beruflich mit Tieren arbeiten, zur Teilnahme eingeladen. Viele Teilnehmer sind beispielsweise interessierte Hundebesitzer, Tiermasseure oder Tierphysiotherapeuten. Profitiere auch Du von einer fundierten Ausbildung im Kinesiotaping und tue Deinem Vierbeiner etwas Gutes.

Die Vorteile des Online-Kurses auf einen Blick:

  • Du lernst zeitunabhängig in Deinem eigenen Tempo
  • Du lernst ortsunabhängig, wo immer Du willst
  • Du kannst Dir auf Wunsch alle Lernunterlagen nach Hause bestellen
  • Du erhältst ein Teilnahmezertifikat
  • Du bekommst Zugang zum Forum der Dogtisch-Academy

Fazit - schnelle Genesung für Deinen Hund mit Kinesio Tapes

Kinesiotaping ist eine exzellente Möglichkeit, um die Selbstheilungskräfte Deines Hundes zu fördern und Erkrankungen des Bewegungsapparats zu behandeln. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig und reichen von der Behandlung von Arthrose, Narben und Hämatomen bis hin zur Unterstützung nach Operationen. Durchgeführt werden sollte Kinesiotaping nur von professionell geschulten Experten, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Möchtest Du selber ein solcher Experte werden und Deinem Hund Tapes anlegen, kannst Du einen entsprechenden Online-Kurs bei der Dogtisch-Academy belegen.

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Die Impfung beim Hund – Ein ausführlicher Ratgeber

Impfung beim Hund

Die Impfung für den Hund - ein ausführlicher Ratgeber

Wie beim Menschen ist eine Impfung für den Hund gegen unterschiedliche Krankheiten zu empfehlen. Oftmals ist jedoch nicht ganz klar, welche Impfungen tatsächlich benötigt werden, welche optional sind und worauf es allgemein zu achten gilt. In unserem Ratgeber erhältst Du Antworten auf zahlreiche Fragen rund um das Thema der Impfung beim Hund.

Impfung beim Hund - Das solltest Du wissen, bevor es losgeht

Eine Impfung sollte beim Hund stets nur dann vorgenommen werden, wenn Dein Hund gesund ist und somit keinem hohen Infektionsrisiko unterliegt. Stelle daher zunächst sicher, dass der Vierbeiner frei von Parasiten und entwurmt ist. Auch solltest Du ihn mehrere Tage genau im Blick haben und auf die Konsistenz des Kotes sowie allgemeine Erkrankungssymptome wie Husten oder Fieber achten. Gibt es keinerlei Anzeichen einer Erkrankung, steht der Impfung des Hundes nichts mehr im Wege.

Wie bereits erwähnt, sollte Dein Hund vor der Impfung in bester Verfassung sein. So kannst Du unter anderem Nahrungsergänzungsmittel* nutzen, um dies zu gewährleisten. Mithilfe entsprechender Nahrungsergänzungsmittel unterstützt Du die Wurmwidrigkeit Deines Hundes oder optimierst seine Darmflora, sollte zunächst eine Wurmkur notwendig sein.

Warum sollte man den Hund impfen lassen?

Der wohl wichtigste Grund für eine Impfung des eigenen Hundes ist sein Wohlbefinden. So gibt es einige Krankheiten, die für Hunde äußerst gefährlich sind und neben schweren Leiden sogar bis zum Tod führen können. Um eine solche Erkrankung zu verhindern, ist eine Impfung von Hunden unumgänglich. Darüber hinaus gibt es weitere Impfungen, die optional sind. In der Veterinärmedizin wird daher zwischen den sogenannten Core- und Non-Core-Impfungen unterschieden.

Die Core-Komponenten - notwendige Impfungen

Bei den Core-Komponenten oder Core-Impfungen handelt es sich um jene Impfungen, die Deinen Hund vor potenziell tödlichen Erkrankungen schützen sollen. Ferner schützen sie auch Dich für der Infektionen einiger dieser Krankheiten, da diese bisweilen auf den Menschen übertragen werden können. Abgesehen vom Tier- und Menschenwohl handelt es sich bei den Core-Impfungen um Pflichtimpfungen, die beispielsweise im Urlaub oder generell bei der Einreise in andere Staaten notwendig sein können.

Staupe

Die Staupe ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die im Falle einer Infektion zu gravierenden Beschwerden Magen-Darm-Bereich führen und auch die Atemwege betreffen kann. Bei schweren Infektionen oder einer Nichtbehandlung kommt es bei Hunden infolge der Staupe nicht selten zu tödlichen Krämpfen, die aus Schädigungen des Gehirns resultieren. Dass eine Impfung hier notwendig ist, steht daher außer Frage.

Parvovirose

Als besonders heimtückische Erkrankung ist die Parvovirose zu nennen, weshalb eine Impfung beim Hund hier ebenfalls dringend angeraten ist. Auslöser der Parvovirose ist das DNA-Virus CPV. Dieses gilt als hochansteckend und sehr widerstandsfähig, weshalb eine Behandlung nach einer Infektion schwierig ist. Mögliche Folgen einer Ansteckung mit Parvovirose sind starkes Erbrechen sowie hohes Fieber, das in den meisten Fällen so einer Dehydrierung des Hundes führt und oftmals tödlich endet. Selbst nach einer überstandenen Erkrankung kann es im späteren Leben des Hundes zu Spätfolgen kommen.

HCC

Hepatitis contagiosa canis ist eine Erkrankung, die ihre Ursache oftmals in mit Urin verunreinigtem Futter oder Wasser hat. Die Symptome der Erkrankung sind vielfältig und reichen von Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall bis hin zu Entzündungen unterschiedlicher Organe sowie hohem Fieber. Insbesondere junge und schwache Hunde sind stark durch HCC gefährdet, da eine Erkrankung bei einem geschwächten Immunsystem häufig zum Tod führt.

Leptospirose

Ursache der Leptospirose sind Nagetriere, die das Bakterium Leptospira über den Urin ausscheiden. Auf diesem Wege kann es zu Verunreinigungen von Pfützen und kleineren Gewässern kommen. Trinkt ein Hund daraus, besteht die Gefahr, dass der Erreger auf ihn übergeht und schwere Organschäden die Folge sind. Eine Impfung für den Hund gegen Leptospirose ist weiterhin sinnvoll, da die Krankheit auch auf Menschen übertragen und lebensgefährlich werden kann.

Tollwut

Eine Übertragung auf den Menschen ist auch bei der Tollwut möglich, weshalb die Impfung beim Hund hier ebenfalls dringend angeraten ist. Symptome einer Erkrankung des Hundes sind ein erhöhter Speichelfluss und eine signifikante Steigerung seiner Aggressivität. Sowohl beim Hund als auch beim Menschen endet eine Erkrankung stets tödlich.

Non-Core-Impfungen

Anders als bei den Core-Impfungen handelt es sich bei Non-Core-Impfungen um optionale Maßnahmen, die ebenfalls vor einer Vielzahl an Krankheiten schützen.

Zwingerhusten

Der Zwingerhusten ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die primär die Atemwege angreift. Problematisch ist der Zwingerhusten aufgrund seiner Übertragbarkeit. In vielen Fällen reicht der Kontakt zu größeren Hundegruppen, um gleich mehrere Tiere zu infizieren. Bei geschwächten Hunden besteht die Gefahr einer Lungenentzündung, die im schlimmsten Fall tödlich endet.

Pilzinfektion

Es gibt unterschiedliche Hautpilzerkrankungen, die sehr verbreitet sind. Das Leben Deines Hundes ist dadurch zwar nicht gefährdet, doch führen etwaige Erkrankungen bis hin zum Haarausfall. Eine Impfung kann den Hund jedoch davor schützen. Wichtig zu wissen ist, dass Pilzinfektionen unter anderem durch verunreinigte Bürsten oder Körbchen auf andere Hunde übertragen werden können. Solltest Du mehrere Hunde besitzen, so kannst Du an dieser Stelle auf waschbare Hundekörbchen* setzen, um das Risiko zu verringern.

Babesiose

Die Babesiose wird häufig als Hundemalaria bezeichnet und beschreibt einer Infektionskrankheit, die infolge eines Zeckenbisses auftreten kann. Eine Infektion führt zu hohem Fieber, das dringend behandelt werden muss. Andernfalls besteht das Risiko, dass rote Blutkörperchen zerstört werden und der Hund letztlich an der Infektion verstirbt.

Borreliose

Ebenfalls durch Zecken übertragen wird die Borreliose. In vielen Fällen bleibt eine Erkrankung symptomfrei, doch kann sie auch zu Fieber und Abgeschlagenheit führen. Problematisch ist insbesondere eine mögliche Gelenkentzündung, die chronisch werden kann. Aufgrund des hohen Risikos eines Zeckenbisses empfiehlt sich auch hier die Impfung für den Hund.

Wann und wie oft sollten Impfungen durchgeführt werden?

In diesem Punkt streiten sich selbst die Tierärzte. So herrscht Uneinigkeit, wie oft und in welchen Abständen Impfungen durchgeführt werden sollten. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass eine Impfung beim Hund gegen die schwerwiegenden Erkrankungen nach etwa acht Wochen sinnvoll ist. Zu diesem Zeitpunkt lässt die Grundimmunisierung nach, die Hunde durch die Muttermilch aufnehmen. Eine Erstimpfung regt dabei lediglich das Immunsystem an, weshalb eine zweite sowie dritte Impfung nach 16 beziehungsweise etwa 15 Monaten notwendig ist. Sobald die dritte Impfung verabreicht wurde, kann von einer Grundimmunisierung gesprochen werden.
Um den Impfschutz aufrechterhalten zu können, ist bei den meisten Erkrankungen eine Impfung alle drei Jahre vollkommen ausreichend. Lediglich mit Blick auf den Zwingerhusten sowie die Leptospirose sollte die Impfung jährlich wiederholt werden.

Gibt es Nebenwirkungen der Impfungen?

Prinzipiell kannst Du Dir zunächst sicher sein, dass Impfstoffe für Hunde vorwiegend sehr gut verträglich sind. Entsprechend liegt das größte Risiko im Bereich des Gesundheitszustandes des Hundes. Unabhängig vom Impfstoff führt eine Impfung beim Hund meist dann zu Nebenwirkungen, wenn aktuell Erkrankungen vorliegen und die Impfung trotzdem durchgeführt wird. Sollten dennoch Nebenwirkungen auftreten, handelt es sich hierbei mehrheitlich um Erscheinungen, die nach etwa zwei bis drei Tagen abklingen. Typische Nebenwirkungen sind hierbei Fieber, Müdigkeit sowie Appetitlosigkeit und eine mögliche Schwellung der Einstichstelle.

Wie teuer ist die Impfung für den Hund?

Eine pauschale Antwort lässt sich auf diese Frage zunächst nicht geben. Der Grund hierfür ist, dass unterschiedliche Preise für die jeweiligen Impfungen veranschlagt werden. Allerdings verhält es sich in der Praxis so, dass oftmals Kombi-Impfungen durchgeführt werden, die gegen mehrere Krankheiten vorbeugend wirken. Solche Kombi-Impfungen beinhalten meist eine Impfung gegen Parvovirose, Leptospirose, HCC, Tollwut sowie Zwingerhusten und kosten zwischen 60 und 70 Euro.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Faktor, der die Kosten für die Impfung beim Hund beeinflusst. Hierbei handelt es sich um die Gebührenordnung für Tierärzte. Diese Ordnung ist in drei unterschiedliche Gebührensätze unterteilt. Welcher Satz angewandt wird, ist von verschiedenen Punkten abhängig. Kleinere Tierarztpraxen mit geringem Aufkommen verrechnen häufig den einfachen Gebührensatz. Größere Praxen oder gar Kliniken in Großstädten erheben hingegen einen höheren Satz.

Ferner ist der angewandte Gebührensatz vom Umfang der Behandlung abhängig. Kann die Impfung beim Hund ohne weitere Vorbereitungen oder Komplikationen durchgeführt werden, stehen die Chancen gut, dass der geringste Satz verrechnet wird. Anders verhält es sich, wenn eine umfangreiche Vorbehandlung notwendig wird und Dein Hund beispielsweise entwurmt werden muss. Je höher der Aufwand ist, desto höher auch der verrechnete Gebührensatz.
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Was ist zu tun, wenn der Hund sich nach der Impfung schlapp fühlt?

Treten Nebenwirkungen infolge der Impfung beim Hund auf, so kannst Du ihn aktiv unterstützen, damit klarzukommen. Meist handelt es sich bei den auftretenden Nebenwirkungen um Fieber als natürliche Immunreaktion. Das Fieber führt allerdings dazu, dass sich der Hund schlapp fühlt und kaum bewegen möchte. An dieser Stelle kommst Du ins Spiel. Aufgrund der Nebenwirkung können sich Hunde nicht aufraffen, weite Wege zu gehen und wollen sich möglichst ausruhen. Mit einem offenen und orthopädischen Hundebett* sorgst Du dafür, dass der Ein- und Ausstieg ins Bettchen leicht fallen und keine Kraftanstrengungen notwendig werden.

Darüber hinaus solltest Du Fress- und Trinknäpfe möglichst nah am Hund positionieren. Auf diese Weise kann er bei Bedarf fressen oder trinken, ohne sich weit bewegen zu müssen. Zudem ist es wichtig, dass der Hund zur Ruhe kommen kann. Platziere das Bettchen daher in einer ruhigen Ecke Deines Hauses oder Deiner Wohnung, wo sich Dein Hund ungestört von der Impfung erholen kann. Nach zwei bis drei Tagen sollte es dem Vierbeiner sichtbar besser gehen, sodass Du zu den täglichen Routinen zurückkehren kannst.

Merke dir: In seltenen Fällen klingen die Nebenwirkungen nicht nach zwei oder drei Tagen ab. Sollte sich der Zustand Deines Hundes nach der Impfung nicht zeitnah verbessern, so solltest Du erneut den Tierarzt* aufsuchen und die Ursache dafür abklären lassen.

Wie kann man den Hund nach der Impfung schonen?

In den meisten Fällen wird Dein Hund die Impfung nicht weiter bemerken und auch keine Reaktion zeigen. Doch auch bei ausbleibenden Nebenwirkungen nach der Impfung für den Hund gibt es einen wichtigen Punkt zu beachten. So sollten Stress und intensive Bewegungen vermieden werden. Selbst wenn es ein tägliches Ritual ist, ausführlich Gassi zu gehen, empfiehlt es sich, für einige Tage darauf zu verzichten. Stattdessen eignen sich kurze Runden vor der Haustür, in welchen Dein Hund sein Geschäft verrichten kann.

Fazit - Impfungen schützen Mensch und Tier

Mit Blick auf die unterschiedlichen Krankheiten und den damit einhergehenden Risiken ist eine Impfung für den Hund in vielen Situationen sinnvoll. Zwar kosten Impfungen mitunter etwas Geld, doch sollte die Gesundheit der Fellnase diese Investition wert sein. Vor der Impfung solltest Du in jedem Fall mit dem Tierarzt* Deines Vertrauens sprechen und die Gesundheit Deines Hundes überprüfen lassen. Auch ist es ratsam, ihn danach zu fragen, welche zusätzlichen Impfungen er als sinnvoll erachtet. Damit Dein Hund bestmöglich mit potenziellen Nebenwirkungen umgehen kann, solltest Du unsere Tipps beherzigen und ihm für zwei bis drei Tage in seinem täglichen Ablauf entgegenkommen.

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Analdrüsen beim Hund ausdrücken: Voraussetzungen, Gefahren und 5 hilfreiche Tipps!

Analdrüsen beim Hund

Einführung: Sind Analdrüsen wirklich so wichtig?

Die Analdrüsen beim Hund sind extrem wichtig, denn sie verraten seinen Artgenossen, wer er ist. Funktionieren sie nicht richtig, kommt es zur Verstopfung. Wann es sinnvoll ist, die Analdrüsen manuell auszudrücken und alles weitere Wissenswerte dazu erfährst Du hier!

Die Analdrüsen beim Hund verstehen

Analdrüsen beim Hund sondern einen ganz eigenen Duft ab. Dabei vermitteln sie, wer er ist und wie es ihm geht. Mithilfe dieses Geruchs erhalten Artgenossen wichtige Infos – erst dann können sie den anderen und seine Stellung in der Hierarchie richtig einschätzen.

Informationen anhand der Analdrüsen beim Hund:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Paarungsbereitschaft
  • Krankheiten
  • Hormonstatus,
  • Zeugungsfähigkeit

Grundlage all dessen ist die ganz normale Aufgabe dieser Drüsen: ein Sekret absondern. Das Wort „Duft“ ist dabei relativ: Für uns Menschen stinkt das bräunliche Sekret ganz fürchterlich!

Normalerweise riechen wir es jedoch kaum, da der Hund den größten Teil mit dem Kot absetzt. Nun hat der Hund aber nicht permanent Stuhlgang. Außerdem kann er das Sekret auch mit dem Hinterteil an Gegenständen verreiben, wenn er sie markiert. Damit er immer etwas vorrätig hat, muss das Sekret irgendwo gespeichert werden. Dies geschieht in den Analbeuteln.

Wo finden sich Analbeutel und Analdrüsen beim Hund:

Analbeutel finden sich am After des Hundes (lat. „Anus“ = Darmausgang). Und zwar beidseitig, einer links, eine rechts: Stell Dir eine Uhr vor, mit dem Anus als Mittelpunkt, dann findest Du die Analbeutel etwa auf acht und auf vier Uhr.

Du solltest Dir die Analbeutel einmal ansehen: Es sind kleine Kugeln, ungefähr von der Größe einer Weintraube. Bei einem gesunden Hund wölben sie sich aber kaum vor. Sind sie deutlich zu erkennen, hat Dein Hund ein Problem.

Alarmzeichen verstopfter Analdrüsen beim Hund!

  • Ein Analbeutel ist größer als der andere.
  • Beide Analbeutel sind vergrößert. 
  • Du siehst gerötete, gespannte Haut im Bereich der Beutel oder darum herum.
  • Weißliche Verfärbung deutet auf Vereiterung hin.
  • Jede offene Wunde!

So wird das Sekret produziert

Durch Kontakt mit Bakterien wird das Sekret direkt nach seiner Bildung zersetzt. Weil es direkt auf den Kot aufgetragen wird, hat die Funktion der Analdrüsen viel mit der Beschaffenheit des Kots zu tun. Ist er zu weich oder zu selten, reicht das schon, um die Funktion der Drüsen zu stören. Dann wird nicht genug abtransportiert und es kommt zum Stau.

Das ist wichtig:
Normaler, fester Kot hilft also, die Analdrüsen beim Hund gesund zu erhalten! Die Ernährung kann daher eine Menge bewirken. Überhaupt ist eine artgerechte Ernährung Pflicht, wenn Dir die Gesundheit Deines Hundes am Herzen liegt.

Suchst Du noch Hundefutter, das wirklich artgerecht ist? Sieh Dir mal die Marke Irish Pure Premium* an. Frei von Getreide und damit gut bekömmlich!

Wann entleeren sich die Analdrüsen?

  • beim Kotabsetzen
  • beim Markieren durch Reiben mit dem Hinterteil
  • wenn der Hund in Panik gerät
  • selten: im Schlaf bei Tiefenentspannung

Hat der Hund große Angst, entleeren sich beide Analbeutel explosionsartig. Wahlweise kann das auch im Schlaf passieren, wenn er richtig schön entspannt ist. Das ist meist der Fall, wenn die Analbeutel gut gefüllt sind. Es kommt nicht so oft vor, es sei denn, der Hund war lange nicht draußen, oder er ist schon krank. 

Warum verstopfte Analdrüsen so gefährlich sind

Verstopfen die Analdrüsen, können sie sich irgendwann nicht mehr von selbst entleeren. Die Folge wird eine Entzündung sein, welche dem Hund große Schmerzen bereitet. Das kann bis zum Durchbruch des Beutels gehen. Dann geraten Eiter und Blut in das umliegende Gewebe – oder gar durch die Haut nach außen! Möglicherweise bilden sich Abszesse.

Siehst Du Anzeichen dafür, dass Dein Hund Probleme mit den Analdrüsen hat, solltest Du schnellstens mit ihm zum Tierarzt*!

Wie Du verstopfte Analdrüsen erkennst

  • Exzessives Lecken der Aftergegend, permanent den eigenen Schwanz jagen.
  • Bei übergewichtigen Hunden: Defekte vom Lecken in der Nähe des Anus. Das wird am Bein oder an der Kruppe sein, weil solche Hunde an den Anus nicht herankommen.
  • Hund äußert Schmerzen, wenn er Kot absetzen möchte.
  • Achtung, auch Würmer können die Analdrüsen beim Hund empfindlich stören!
  • Vermeidungshaltung: Dein Hund sitzt kaum noch, weil es ihm weh tut.
  • Schmerzempfindlichkeit am Unterleib: Bei Berührungen zuckt der Hund zurück.

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Hat Dein Hund Schmerzen, braucht er etwas Weiches zum Liegen: Eine kuschelige und orthopädische Hundematte* eignet sich hervorragend dafür! 

Hunderassen, die zu verstopften Analdrüsen neigen

Anfällig für verstopfte Analdrüsen beim Hund sind kleine Rassen, denn kleine Tiere haben oft einen kurzen, verbildeten Schwanz. Denke hier mal an Bulldoggen. Betroffen sind übrigens auch Rassen mit langem Fell!

Beispiele für kleine, anfällige Hunderassen:

Analdrüsenproblemen vorbeugen: Das kannst Du tun!

1. Regelmäßige Kontrolle

Egal, was für einen Hund Du hast, kontrolliere regelmäßig den Analbereich. Nur dann kannst Du rechtzeitig eingreifen und Komplikationen vermeiden.

2. Ernährung

Voraussetzung für festen Kot ist die Darmgesundheit, also eine gute Ernährung. Was heißt das: Achte nicht nur auf hochwertiges Futter, sondern auch auf genügend Ballaststoffe. Sie fördern die Darmtätigkeit! Dann entleeren sich die Analbeutel regelmäßig, was Verstopfung vorbeugt.

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3. Fellpflege

Hast Du einen Hund mit langem Fell, achte darauf, dass es nicht verklebt – auch das fördert Analdrüsenverstopfung! Denn Verkleben bedeutet einen wahren Bakterienherd in der Nähe der Analdrüsen!

Du musst ihn aber nicht gleich kahl rasieren. Probiere es doch einmal mit einer Fellpflege von Aniforte: Das Fellharmonie Pflegespray* beugt Verfilzung vor und sorgt für gesundes, glänzendes Fell.

4. Übergewicht vermeiden, häufig rausgehen

Verschaffe Deinem Vierbeiner viel Bewegung und überfüttere ihn nicht. Gib ihm ausreichend Gelegenheit, Kot abzusetzen. Je mehr er sich zurückhalten muss, desto schlechter für die Analdrüsen: Dann verstärkt sich die Spannung des Schließmuskels, bis die Drüsenausgänge erreicht sind, woraufhin sie verstopfen. 

5. Nahrungsergänzungsmittel gezielt einsetzen

Bekannt zur Darmregulierung sind Flohsamenschalen*. Im Handel erhältlich sind jedoch noch mehr natürliche Nahrungsergänzungsmittel wie zb. Sensipharm Anal Gland Support*, das sind Tabletten zur Unterstützung bei entzündeten Analdrüsen. Sie sollen den Heilungsprozess fördern.

Kann man mit Barfen die Analdrüsen beim Hund pflegen?

Barfen kann helfen, sofern es richtig gemacht wird. Weiter oben hatten wir schon die Wichtigkeit der Ballaststoffe hervorgehoben. Allein rohes Fleisch reicht hier nicht: Der Kot wird beim Füttern von Rohfleisch eher hart, was kontraproduktiv wäre. Allerdings gehört zum echten Barfen ja noch viel mehr, etwa Zusätze und eben Ballast. Achtest Du also auf genug Ballaststoffe, kann dies Deinem treuen Freund durchaus helfen!

Verstopfte und entzündete Analdrüsen professionell behandeln

Bemerkst Du eine Auffälligkeit, suche so bald wie möglich einen Tierarzt* auf. Warte nicht, geh zur Not in eine Tierklinik: Solch eine Entzündung verläuft rasch und ist eine ernste Bedrohung für Deinen Hund!

Analdrüsen beim Hund entleeren: Das macht der Tierarzt

Kann der Hund die Analbeutel nicht mehr selbst entleeren, hilft ihm der Arzt. Es gibt zwei Methoden zum Ausstreichen der Beutel, eine von außen und eine, die im Darm selbst erfolgt. Der Arzt wird Letztere nutzen. Sie ist bei üblen Verstopfungen effektiver, außerdem kann der Arzt beim Abtasten weitere Probleme diagnostizieren. 

Anschließend folgt eine Spülung mit antiseptischer Lösung, nötigenfalls auch mehrfach. Stark eingetrocknetes Sekret etwa sitzt sehr fest, dann reicht einmal Spülen nicht. Anschließend wird ein Medikament eingeführt, welches die Entzündung effektiv bekämpft. Je nach Zustand Deines Hundes braucht er zudem ein Schmerzmittel. 

Achtung, stets besteht die Gefahr, dass der Hund eine Blutvergiftung bekommt. Erstes Anzeichen hierfür ist Fieber! Auch deshalb solltest Du im Fall der Fälle umgehend einen Arzt aufsuchen. In so einem Fall ergibt auch ein Antibiotikum Sinn.

Wie lange dauert es zur Heilung: Nach Ablauf von einer Woche sollte Dein Liebling wieder beschwerdefrei sein. 

Was kostet es, die Analdrüsen beim Hund auszudrücken?

Zwar beruhen alle Kosten beim Tierarzt auf der sogenannten GOT, das ist die verpflichtende Gebührenordnung für Tierärzte. Dennoch lässt sich nicht genau vorhersagen, was die Behandlung bei einem Hund kosten wird. Wie wir gezeigt haben, hängt damit noch viel mehr zusammen. Zudem können Dir Zusatzkosten entstehen, wenn Du etwa am Wochenende eine Tierklinik aufsuchst. 

Das Entleeren selbst kostet bis zu zehn Euro pro Analbeutel. Kommt zum Beispiel ein chirurgischer Eingriff hinzu, können die Kosten für den ganzen Tierarztbesuch schon mal in den dreistelligen Bereich klettern.

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Hausmittel gegen Analdrüsenprobleme

Hier zählen wir nur auf, was Du im akuten Fall für Dein Tier tun kannst!

Hilfreich sind alle entzündungshemmenden Salben. Auch Spülungen helfen dem Hund sehr. Lässt er sich Kompressen gefallen, versuche es einmal mit einer Salzwasserkompresse! Auch ein Bad, dem Du Calendula zufügst, kann bei entzündlichen Prozessen hilfreich sein.

Ebenso verhält es sich mit allen Hausmitteln gegen Entzündungen, etwa Kamille, Ringelblume* oder Zinnkraut*. Du kannst es bedenkenlos auch dann einsetzen, wenn die Haut um die Afterregion erst etwas gereizt erscheint. Achte nur darauf, dass Dein Hund es sich nicht gleich wieder ableckt.

Hat Dein Hund akut ein Problem mit den Analdrüsen? Lindere Schmerzen mit dem „Aua Wund Balsam*„! Er eignet sich gut zur Regeneration und Heilung wunder Haut. Mit Ringelblume, Lebertran und Zink.

Analdrüse beim Hund selber ausdrücken - sinnvoll oder gefährlich?

Wichtig:
Frage stets Deinen Tierarzt, bevor Du selber Hand anlegst. Lass es Dir zumindest einmal zeigen, damit Du Deinem Tier nicht schadest. Problematisch ist vor allem zu starkes Drücken, das kann zum Durchbruch führen. Außerdem ist das Ganze nur in bestimmten Fällen überhaupt sinnvoll.

Im Normalfall funktionieren die Drüsen ja von allein. Drückst Du obendrein ohne genaue Kenntnisse an den Analdrüsen herum, kann das für Deinen Hund schlimm enden. Sind die Drüsen zum Beispiel stark entzündet, gehört Dein Tier wirklich zum Tierarzt.

Zudem kann bei regelmäßiger manueller Entleerung Folgendes passieren. Du animierst die Drüsen erst dazu, richtig viel Sekret zu produzieren! Behandle Deinen Hund also nur dann auf diese Weise, wenn Du vom Tierarzt das OK bekommen hast! Sonst sorgst Du dafür, dass es irgendwann überhaupt nicht mehr von allein funktioniert.

Zudem braucht es Erfahrung, zu bemerken, wann Du tätig werden musst. Es gibt dennoch viele Hundehalter, die es schon gut beherrschen, weil es bei ihrem Hund chronisch ist und keine andere Möglichkeit mehr existiert. Wir geben Dir hier darum einen kurzen Einblick, wie Du das zu Hause schaffst.

Achtung, bereite Dich gut vor: Platziere um den Hund herum nur waschbare Textilien, das Sekret spritzt meterweit! Decke nicht waschbare Gegenstände oder auch den Teppich mit einer Malerfolie ab. Hol Dir am besten Hilfe, damit eine Person den Hund festhalten kann.

Analdrüsen beim Hund manuell ausdrücken - Kurzanleitung sanfte Massage

Handschuhe nicht vergessen!

  • Einen Arbeitstisch vorbereiten. Mit einer waschbaren Decke auskleiden.
  • Anwendung bei beiden Drüsen gleichzeitig, sofern ein Partner zum Festhalten da ist.
  • Bist Du allein und musst den Hund selbst festhalten, massiere mit der freien Hand zunächst den einen, dann den anderen Beutel.
  • Der Hund sollte dabei aufrecht stehen. Ist ein Partner vorhanden, hält er ihn mit einem Arm am Bauch und einem Arm an der Brust ruhig.
  • Zeigefinger und Daumen massieren um die Analregion herum, jeweils von außen zum After hin.

So funktioniert die Profimassage verstopfter Analdrüsen beim Hund

Lass Dir dabei auf jeden Fall assistieren, denn Du musst einen Finger in den Anus Deines Hundes einführen. Er wird dies kaum ohne Gegenwehr über sich ergehen lassen.

Tipp: Übrigens ist das Entleeren von Analbeuteln auch Teil des Angebots von Hundefriseuren!

  • Partner hält den Hund ruhig, wie oben beschrieben.
  • Nutze Latexhandschuhe und ein Gleitmittel darauf für das Einführen des Zeigefingers.
  • Die Analdrüse ist ein schwammiger Bereich etwa einen Zentimeter hinter dem Darmeingang.
  • Du solltest das ertasten können. Drücke nun Zeigefinger und den außenliegenden Daumen zusammen.
  • Tut sich nichts, auf keinen Fall stärker drücken! Vielmehr solltest Du dann den Finger sanft umherbewegen, um das Entleeren zu fördern.

Wie oft solltest Du das wiederholen? Ungefähr alle anderthalb bis zwei Monate. Beachte dafür stets die Anweisungen des Tierarztes!

Warum verstopfen Analdrüsen beim Hund?

Analdrüsen können durch viele Faktoren in ihrer Funktion gestört sein. Bewegungsmangel, falsche Kotkonsistenz, Diäten, all das kann zur Verstopfung führen. Dabei kommt es stets zur übermäßigen Ansammlung von Keimen und Bakterien. Dadurch bekommt das Sekret die falsche Konsistenz: Es härtet zu sehr aus und lässt sich nicht mehr nach außen abgeben.

Möglich sind zudem Tumore oder Erkrankungen der Leber als Ursache. Je mehr Giftstoffe im Körper Deines Hundes verbleiben, desto mehr Probleme werden auch die Analdrüsen machen. Schließlich können auch bestimmte Verletzungen etwa der Lenden zur Verstopfung beitragen.

Fazit Analdrüsen beim Hund ausdrücken: nur sinnvoll bei chronischer Krankheit!

Normalerweise benötigen die Analdrüsen beim Hund keine manuelle Unterstützung. Sind sie verstopft, können sie jedoch ihre Funktion nicht mehr erfüllen: Dein Hund kann dann mit Artgenossen nicht mehr richtig kommunizieren. Zudem kann bei verstopften Analdrüsen rasch eine Entzündung entstehen. Kommt eine Blutvergiftung hinzu, besteht Lebensgefahr! Daher gehört jeder Hund mit verstopften Analdrüsen in fachkundige Hände. Dies ist normalerweise der Tierarzt.

Du kannst es allerdings mit etwas Erfahrung und nach genauer Anleitung durch den Arzt auch selbst übernehmen. Mache es aber nur, wenn es wirklich erforderlich ist. Andernfalls förderst Du das Entstehen einer chronischen Verstopfung dieses Bereichs. Daraus entsteht ein Teufelskreis, der dem Hund mehr Probleme bereitet, als ihm zu helfen!

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5 Hausmittel bei Magenschleimhautentzündung beim Hund

5 Hausmittel bei Magenschleimhautentzündung beim Hund

Eine Magenschleimhautentzündung beim Hund ist eine unangenehme und tückische Krankheit, die sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann. Die Auslöser für eine Gastritis können sehr unterschiedlich sein. Tatsache ist, dass der Verlauf einer Magenschleimhautentzündung den Hund stark belastet und im schlimmsten Fall sogar tödlich für ihn enden kann. 

Bei einer Magenschleimhautentzündung besteht ein sofortiger Handlungsbedarf. Es gibt viele Möglichkeiten, Deinem Hund bei Magen-Darm-Problemen zu helfen, daher solltest Du ihn gut beobachten und bei Auffälligkeiten einen Tierarzt konsultieren. Er kann genau ermitteln, ob es sich bei Deinem Hund, um eine Unverträglichkeit, eine Magenverstimmung, Verdauungsprobleme oder tatsächlich um eine Magenschleimhautentzündung handelt.

Die Funktion der Magenschleimhaut

Achtung, jetzt wird es kurz medizinisch: Die Magenschleimhaut (Tunica mucosa gastrica) ist der natürliche, dicke Schutzmantel des Magens. Sie kleidet den Magen innen komplett aus und produziert Zellen, Enzyme, Schleim und Magensaft. 

All dies ist erforderlich, um den Magen vor der Magensäure zu schützen und eine reibungslose Verdauung sicherzustellen. Die im Magensaft enthaltene Magensäure hat einen pH-Wert, der im nüchternen Zustand zwischen 1 und 1,5 liegt – also sehr sauer. 

Gäbe es die Magenschleimhaut nicht, würde sich der Magen im wahrsten Sinne des Wortes selbst verdauen. Die Magensäure ist wiederum zuständig dafür, das Futter in seine Bestandteile zu zersetzen und die Nährstoffe zum Weitertransport vorzubereiten. Enzyme wie Pepsin, die ebenfalls von der Magenschleimhaut produziert werden, helfen bei der Aufspaltung der durch das Futter aufgenommenen Eiweiße und Fette. 

Eine intakte und gesunde Magenschleimhaut ist also von immenser Bedeutung für Deinen Hund. Hat Dein Hund eine Gastritis, kann die einwandfreie Funktion der Magenschleimhaut nicht mehr sichergestellt werden.

Ursachen für eine Magenschleimhautentzündung

Es gibt zahlreiche Ursachen, die eine Magenschleimhautentzündung auslösen können. Hier eine kurze Übersicht, welche Faktoren für eine Gastritis bei Deinem Hund verantwortlich sein können. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

  • Stress, seelische Belastungen (es kommt zur Übersäuerung des Magens)
  • Bakterien (wie z. B. Heliobacter, Staupe, Parovirus und weitere)
  • Parasiten (wie z. B. Giardien oder Würmer)
  • Futtermittelunverträglichkeiten
  • Medikamente (besonders Schmerzmittel)
  • Fremdstoffe (wie z. B. Streusalz im Schnee oder andere reizende Stoffe wie Chemikalien)
  • Fremdkörper (können den Magen verletzen)
  • Andere Erkrankungen (wie z. B. der Bauchspeicheldrüse, des Darms oder der Nieren)
  • Vergiftung
  • Tumore

Häufig lässt sich die Ursache für eine Magenschleimhautentzündung nur mit tierärztlicher Hilfe abklären. Nicht jede der aufgeführten Punkte führt auch automatisch zu einer Gastritis – dennoch ist das Risiko erhöht. Am besten lässt Du bei einem Verdacht Deinen Hund gründlich vom Tierarzt untersuchen, um Klarheit zu gewinnen, und bei Bedarf entsprechende Therapien einzuleiten. Nur so kann eine Magenschleimhautentzündung ausgeschlossen oder bestätigt werden. Sicher ist sicher!

Anzeichen für eine Magenschleimhautentzündung

Um Deinem Hund im Falle einer Magenschleimhautentzündung helfen zu können, ist eine schnelle Diagnose dringend erforderlich. Hunde zeigen nicht immer sofort an, wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen – doch eine Magenschleimhautentzündung ist schmerzhaft und für Deinen Hund belastend, daher sollte Deinem Hund schnell geholfen werden. 

Woran also erkennst Du, ob Dein Hund eine Magenschleimhautentzündung hat? Die Symptome für eine Gastritis sind vielfältig und können sogar eine Folgeerscheinung einer anderen Krankheit sein. Folgende Symptome weisen bei Deinem Hund auf eine Magenschleimhautentzündung hin:

  • Appetitlosigkeit, Nahrungsverweigerung
  • Sodbrennen, „Licky Fits“ (Hinweise sind Schmatzen, Speicheln, Gähnen und das Fressen von Gras)
  • Übelkeit, Erbrechen von gelbem Schleim (Gallensaft) mit oder ohne Futterreste
  • Antriebslosigkeit, hohes Ruhe- und Schlafbedürfnis, Apathie
  • Starker Mundgeruch
  • Hörbare Geräusche der Darmaktivität
  • Schneller Gewichtsverlust
  • Unnatürlich struppige Fellstruktur
  • Bauchschmerzen (eingezogener Bauch, berührungsempfindlich, aufgekrümmter Rücken)
  • Fieber (ab 39,5 Grad Celsius)
  • Harter, schwarzer Kot
  • Dehydration (blasse Schleimhäute, z. B. Zahnfleisch, Hautfalten verstreichen nur sehr langsam)
  • Durchfall

Häufig zeigen Hunde, die an einer Magenschleimhautentzündung leiden, gleich mehrere dieser Symptome auf. Umgekehrt deuten diese Symptome nicht zwingend auf eine Gastritis hin. Wenn Du Veränderungen bei Deinem Hund bemerkst oder sein Verhalten erahnen lässt, dass er ein Problem mit dem Magen hat, solltest Du nicht zögern und den Tierarzt Deines Vertrauens konsultieren.

Der Unterschied zwischen akuter und chronischer Magenschleimhautentzündung

In der Tiermedizin wird zwischen einer akuten und einer chronischen Gastritis unterschieden. Leidet Dein Hund häufiger, immer wiederkehrend unter einer Magenschleimhautentzündung, so spricht man von einer chronischen Gastritis, auch als Gastritiden bezeichnet.

Bei einer akuten Magenschleimhautentzündung kommt es nur zu einer vorübergehenden Schädigung der Magenschleimhaut. Häufiges Erbrechen (von gelbem Schleim) und Durchfall sind hier die ersten Indizien. Diese Form der Magenschleimhautentzündung tritt häufig in Form eines Magen-Darm-Infekts auf.

Wir wird eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert?

Um eine Magenschleimhautentzündung sicher diagnostizieren zu können, sind verschiedene Untersuchungen beim Tierarzt unvermeidlich. Den ersten Hinweis kann eine Kotprobe liefern. Diese wird auf mögliche Parasiten untersucht. Eine Gastroskopie, bei der der Magen des Hundes mithilfe eines Endoskops unter Vollnarkose gespiegelt wird, ist eine der sichersten Untersuchungsmethoden zur Feststellung einer Magenschleimhautentzündung.

Hier kann der Tierarzt die Magenschleimhaut direkt betrachten und die Schädigung beurteilen. Bei dieser Untersuchung können auch gleich Gewebeproben entnommen werden. Röntgenaufnahmen (zur Festestellung von Fremdkörpern im Hundemagen) und Ultraschalluntersuchungen (zur Ermittlung von Tumoren oder organischen Auffälligkeiten an Magen, Leber oder Darm) können ebenfalls Aufschluss über den Gesundheitszustand Deines Hundes geben.

Diagnose Magenschleimhautentzündung - was nun? Die richtige Behandlung

Wurde bei Deinem Hund eine Magenschleimhautentzündung diagnostiziert, gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, die infrage kommen. Welche letztendlich eingeleitet werden sollte, hängt von der Ursache und dem Stadium der Erkrankung ab.

Behandlung bei einer leichten akuten Gastritis

Bei einer leichten Magenschleimhautentzündung, die sich lediglich durch Erbrechen bemerkbar macht, kann es schon ausreichen, den Magen zu entlasten. Der Hund bekommt 24 Stunden lang nur Wasser angeboten, auf Futter wird in dieser Zeit komplett verzichtet. Dieser Nahrungsentzug gibt dem Magen die Möglichkeit, sich zu entspannen und zu erholen. Parallel wird oft ein Mittel gegen den Brechreiz vom Tierarzt verordnet, damit der Hund durch das Erbrechen nicht zu viel Flüssigkeit verliert.

Nach der 24-stündigen Fastenzeit kannst Du Deinem Hund zunächst eine kleine Menge Schonkost geben. Gekochtes Geflügelfleisch und eine kleine Portion Reis haben sich an dieser Stelle bewehrt, weil dies vom Hund leicht verarbeitet werden kann. Falls Du das Futter nicht selbst kochen möchtest, kannst Du zu qualitativ hochwertiger Schonkost* aus dem Handel greifen.

Wenn Dein Hund nicht mehr erbricht, können die Portionen im Laufe der nächsten Tage langsam wieder vergrößert werden. Dein Hund sollte sich mithilfe der Schonkost schnell wieder aufrappeln, und die akute Magenschleimhautentzündung ist überstanden. Wird eine akute Gastritis nicht behandelt, kann sich daraus eine chronische Magenschleimhautentzündung entwickeln.

Behandlung bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung

Leidet Dein Hund unter einer chronischen Gastritis, sind andere Maßnahmen erforderlich. Hier gilt es, zunächst die Ursache zu finden, um eine entsprechende Therapie mit dem Tierarzt abzustimmen. Ist eine Infektionskrankheit der Grund für die Magenschleimhautentzündung, kann die Gabe von Antibiotika nötig und hilfreich sein.

Hat Dein Hund durch das häufige Erbrechen und anhaltenden Durchfall sehr viel Flüssigkeit verloren, kann ein Aufenthalt in der Tierklinik angeordnet werden. Dort wird er stabilisiert und mit Elektrolyt-Infusionen versorgt.

Die weitere Behandlung hängt stark vom Zustand es Hundes ab. Lässt sich die Ursache für die Magenschleimhautentzündung nicht genau ermitteln, ist eine Kombination verschiedener Behandlungsmethoden anzuraten. Neben einer Futterumstellung auf leicht bekömmliche Schonkost ist es gut möglich, dass Dein Hund dauerhaft Medikamente einnehmen muss.

Eine Kombination aus einem magensäurehemmenden Medikament (Säureblocker) und Immunsuppressiva wie z. B. Kortison, sind sinnvoll. Hier ist eine genaue Absprache mit dem behandelnden Tierarzt entscheidend.

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Prognose bei Gastritis

Die Diagnose Magenschleimhautentzündung beim Hund ist zwar erst einmal ein Schock, aber kein Todesurteil. Dennoch darf sie nicht unterschätzt werden und gehört unbedingt behandelt. Häufig sind es nur kurze Phasen, die einen bestimmten Auslöser haben, und sich mit tierärztlicher Hilfe und einer angepassten Schonkosternährung in den Griff kriegen lassen.

Bei einer schweren oder chronischen Magenschleimhautentzündung ist Vorsicht geboten. Da der Hund durch das ständige Erbrechen und den Durchfall viel Flüssigkeit verliert, neigt er zur Dehydration. Das kann durchaus gefährlich werden. Wird eine Gastritis nicht behandelt, kann dies dramatische Folgen für Deinen Hund haben. Magengeschwüre, Magenkrebs und Magendurchbrüche sind nicht auszuschließen und können den Hund das Leben kosten. 

Ist der Krankheitsverlauf bereits weit fortgeschritten und steht fest, dass keine Besserung mehr eintreten wird, solltest Du über eine Erlösung Deines geliebten Hundes nachdenken. Sicherlich wird Dir der Hund selbst schon signalisieren, wenn seine Schmerzen zu groß sind, und er innerlich aufgegeben hat. Wenn die Medizin das Leiden nur noch verlängert, aber nicht mehr lindert, ist der Punkt gekommen.

Um diese schwere Entscheidung zu verhindern, ist es wichtig, Deinen Hund schon beim leisesten Verdacht auf eine Magenschleimhautentzündung untersuchen zu lassen. Je schneller eine Therapie eingeleitet wird, desto besser ist es für Deinen Hund. Nur so kann sofort eine effektive Behandlung gestartet werden – dann steht einem langen Hundeleben auch nichts im Wege.

5 natürliche Hausmittel, die bei der Behandlung einer Magenschleimhautentzündung helfen

Es gibt einige klassische und natürlich Hausmittel, mit denen Du die Behandlung der Magenschleimhautentzündung bei Deinem Hund unterstützen kannst. Wichtig: Diese Hausmittel ersetzen keine tierärztlich angeordnete Therapie! Mit den hier aufgeführten Mitteln kannst Du aber Deinem Hund Erleichterung verschaffen und ihn bei seiner Genesung unterstützen.

Die Gabe dieser Hausmittel hat auch eine prophylaktische Wirkung. Sie sorgen für eine gesunde, aktive Magen-Darm-Flora und eine intakte Verdauung. Um einer Magenschleimhautentzündung vorzubeugen oder Deinen Hund bei einer diagnostizierten Gastritis zu unterstützen, bieten sich folgende Hausmittel an:

Viel Wärme

Vielleicht hast auch Du Dir schon einmal bei Magenschmerzen eine Wärmflasche auf den Bauch gelegt. Was Dir guttut, hilft auch Deinem Hund. Die Wärme unterstützt den geplagten Hundemagen dabei zu entkrampfen. Ein aufgewärmtes Kirschkernkissen* kann Deinem Hund, der an einer Magenschleimhautentzündung leidet, Linderung verschaffen. Du kannst das Kirschkernkissen einfach in sein Hundebett legen.

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Heilerde/Heilmoor

Heilerde/Heilmoor* ist ein altbewährtes Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden. Die Erde bindet überschüssige Magensäure, die dann auf natürlichem Wege ausgeschieden wird. Heilerde ist sehr sanft und wird allgemein sehr gut vertragen.

Honig

Honig* ist besonders effektiv, wenn Dein Hund mit Sodbrennen zu kämpfen hat. Die Gabe von Honig beruhigt die gereizte Speiseröhre. Am besten verabreichst Du den Honig, indem Du ihn mit einem geriebenen Apfel (mit Schale, aber ohne Kerngehäuse) verabreichst oder ihn in die für eine Magenschleimhautentzündung erforderliche Schonkost mischst.

Tee

Wie bei uns Menschen kann Tee auch beim Hund den Magen, insbesondere die Schleimhaut, beruhigen. Bei einer Gastritis empfiehlt es sich, das Wasser gegen lauwarmen Kamillenblüten- oder Melissen-Tee auszutauschen. Fenchel-Tee* ist ebenfalls möglich. Falls Dein Hund den Tee nicht annimmt, kannst Du ihn auch unter die Schonkost mischen.

Ulmenrinde

Ähnlich wie die Heilerde ist auch Ulmenrinde ein bewährtes Mittel bei Magen-Darm-Erkrankungen. Durch die vielen Vitamine und Ballaststoffe hilft sie Deinem Hund bei der Regeneration und Beruhigung des Magens. Die Rohfasern bilden einen schützenden Film auf der Magenschleimhaut, so kann sie besser heilen.

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Naturheilverfahren und homöopathische Mittel bei Magenschleimhautentzündung

Es ist durchaus möglich, Hunde mit homöopathischen Mitteln und alternativen Heilverfahren bei einer akuten oder chronischen Magenschleimhautentzündung zu behandeln. Die medizinische Wirkung ist zwar nicht bewiesen, dennoch sind die Heilerfolge nicht von der Hand zu weisen. Homöopathie ersetzt keine klassische Schulmedizin, kann diese aber durchaus positiv beeinflussen und unterstützen.

Homöopathie berücksichtigt neben den körperlichen Faktoren immer auch die Psyche. Nur wenn beides harmonisch im Einklang ist, ist der Hund auch gesund. Eine Behandlung nach Naturheilverfahren beginnt immer mit einer Anpassung der Ernährung. Parallel gilt es, Stressfaktoren auszuschalten.

Für Dich als Halter heißt das, dem Hund ein behagliches und entspanntes Umfeld zu schaffen, und ihn mit viel Liebe zu verwöhnen. Ist der Hund relaxt, und fühlt er sich geborgen und sicher, ist der Verlauf einer Krankheit, wie der einer Magenschleimhautentzündung, deutlich gemildert.

Bei einer Magenschleimhautentzündung können Deinem Hund auch verschiedene Globuli und Bachblüten verabreicht werden. Bei Magenproblemen und Gastritis kannst Du Deinem Hund Streukügelchen* verabreichen. Die Globuli wirken der Übelkeit entgegen und helfen bei der Regulierung der Magen-Darm-Funktion.

Die Globuli können in Wasser aufgelöst werden oder Du gibst sie Deinem Hund direkt ins Maul (im Idealfall unter die Lefzen auf die Schleimhaut bzw. das Zahnfleisch). Da die kleinen Kügelchen süß schmecken, nehmen die meisten Hunde sie gerne und problemlos an.

Wenn Dein Hund an einer akuten oder chronischen Magenschleimhautentzündung leidet und Du Naturheilverfahren in Betracht ziehst, solltest Du Dich mit einem versierten Tier-Homöopathen oder Tier-Heilpraktiker in Verbindung setzen. Gemeinsam mit ihm kannst Du einen konkreten Behandlungsplan ausarbeiten, der auf Deinen Hund und seine Erkrankung abgestimmt ist.

Fazit: Eine Magenschleimhautentzündung beim Hund ist eine sehr ernstzunehmende Krankheit. Eine akute Gastritis lässt sich meisten schnell mit den entsprechenden Behandlungen regulieren. Bei einer chronischen Gastritis ist Dein Hund dauerhaft auf Deine Unterstützung angewiesen. 

Ein ausgeklügeltes und magenschonendes Ernährungskonzept ist der Schlüssel zum Heilungserfolg. Parallel ist die Gabe von Medikamenten – je nach Gesundheitszustand des Hundes – notwendig.

Ein dringender Appell: Wenn Du bemerkst, dass Dein Hund sich mit Magen-Darm-Problemen plagt, er häufig erbricht oder sich sein Verhalten verändert, dann suche bitte umgehend einen Tierarzt auf.

Eine Magenschleimhautentzündung kann gut diagnostiziert werden, und es gibt zahlreiche Therapieformen, die Deinem Hund helfen können. Dein vierbeiniger Freund hat also gute Chancen, die Krankheit zu überwinden, oder zumindest schmerzfrei mit ihr leben zu können.

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11 Ursachen warum Hunde zittern und was man tun kann

Viele Hunde neigen dazu, in bestimmten Situationen zu zittern. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben aber ist meistens doch harmlos. Dennoch solltest Du Deinen Hund genau im Auge behalten, um den Grund dafür zu ermitteln. Achte darauf, ob er einfach nur gelegentlich zittert oder ob andere Auffälligkeiten wie z. B. Nervosität, Futterverweigerung oder intensives Hecheln mit einhergehen.

Wenn Du unsicher bist und sich das Verhalten Deines Hundes nicht erklären lässt, ist es immer ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Begrüßt dich Dein Hund mit wildem Schwanzwedeln und zittert dabei, so ist dies ein Ausdruck der Freude.

Schon gewusst? Besonders Hunde mit Jagdtrieb neigen zum Zittern, denn sie sind besonders aufmerksam, sondieren die Umgebung und sind immer bereit, ein Tier zu jagen. Diese Anspannung äußert sich häufig durch Muskelvibrationen – ist aber vollkommen unbedenklich.

11 Ursachen warum Hunde zittern und was man tun kann

In den meisten Situationen ist das Zittern beim Hund eine normale Reaktion und unbedenklich. Dennoch gibt es auch gesundheitliche Gründe, die es hervorrufen können. Hier eine Übersicht über die häufigsten Gründe, warum ein Hund zittert:

  1. Nach intensiver Bewegung
  2. Bei lebhaften Träumen im Schlaf
  3. Als Reaktion auf Kälte oder Hitze
  4. Aufgrund von Altersschwäche
  5. Aufgrund von Angst oder Stress
  6. Aufgrund von Nebenwirkungen bei Medikamentengabe
  7. Als Symptom für Epilepsie
  8. Als Symptom für das White Dog Shaker Phänomen
  9. Als Symptom bei Staupe
  10. Als Symptom für Magenprobleme oder Magendrehung
  11. Als Symptom für Vergiftungen

Wir Du siehst, können die Gründe für das Zittern Deines Hundes sehr variieren. Sollte Dein treuer Begleiter also mal zitternd vor Dir stehen oder liegen, dann gehe der Sache auf den Grund. Du brauchst Dir in den meisten Fällen keine Sorgen zu machen, doch nur die Gewissheit gibt Dir auch die nötige Sicherheit.

1. Zittern nach langen Spaziergängen und Trainingseinheiten

Besonders Hunde, die noch relativ jung sind, mit denen aber viel Sport betrieben wird, können nach ausgelassenem Training oder langen Spaziergängen mit Zittern reagieren. Dies ist lediglich eine Reaktion auf die körperliche Anstrengung. Die Muskeln können sich nur langsam wieder entspannen, daher zittert Dein Hund. Es wird schon nach einigen Minuten nachlassen. Sollte dies häufiger auftreten, wäre es empfehlenswert, die Trainingseinheiten etwas zu reduzieren und erst mit zunehmender Kondition langsam wieder zu steigern.

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2. Intensive Träume - Hund zittert im Schlaf

Im Schlaf verarbeitet Dein Hund alle Eindrücke des Tages – genauso wie wir Menschen. Nicht selten bewegen Hunde dabei die Pfoten, als würden sie über eine Wiese rennen. Oder es zuckt einfach nur ein Bein. Häufig bewegen Hunde im Schlaf auch die Lefzen oder wedeln mit dem Schwanz. Fängt ein Hund während er schläft an zu zittern oder zeigt ein Muskelzucken, so ist dies vollkommen unbedenklich. Er hat an diesem Tag sicherlich viel erlebt und verinnerlicht dies nun in seinen lebhaften Träumen.

3. Hund zittert bei Kälte oder Hitze

Viele Hunderassen entwickeln kein dichtes Unterfell, daher können sie schnell frieren. Hier ist das Zittern eine natürliche Reaktion, um die Körpertemperatur zu regulieren. Besonders kleine Hunderassen sind davon häufig betroffen. Wenn auch Dein Hund schnell friert, solltest Du ihm in den kühleren Jahreszeiten einen gefütterten Hundemantel* anziehen, wenn Du mit ihm spazieren gehst. Achte gut auf die Größe des Mantels, damit auch der ganze Rücken und der Bauchbereich abgedeckt ist.

Auch bei besonders warmen Temperaturen können Hunde anfangen zu zittern. Hier ist Vorsicht geboten! Da Hunde kaum Schweißdrüsen besitzen, kann aufgestaute Hitze nur schlecht kompensiert werden. Zittern und Hecheln sind dann Zeichen dafür, dass Dein Hund Probleme hat sich abzukühlen. Gönne ihm Ruhe, und lasse ihn an einem schattigen Plätzchen oder im Haus entspannen. Lange Spaziergänge sollten in die frühen Morgen- und späten Abendstunden verlegt werden. Beobachte Deinen Hund sehr genau, denn er könnte in dieser Phase auch einen Hitzschlag erleiden. Achte darauf, ob er neben dem Zittern folgende Anzeichen aufweist:

  • Sehr schnelles Hecheln
  • Verstärkter Speichelfluss
  • Atemnot
  • Glasige Augen
  • Dunkelrot verfärbtes Zahnfleisch
  • Krämpfe
  • Durchfall und Erbrechen

Wenn der Verdacht besteht, dass Dein Hund einen Hitzschlag haben könnte, ist Dein sofortiges Handeln erforderlich. Bitte suche sofort einen Tierarzt auf!

4. Zittern bei alten Hunden

Besonders ältere Hunde neigen zum Zittern. Dies ist eine ganz normale Altererscheinung und somit unproblematisch. Sollte Dein Hund bereits in die Jahre gekommen sein, brauchst Du Dir also keine Sorgen zu mache

5. Zittern bei emotionaler Belastung

Eine der häufigsten Ursachen für das Zittern beim Hund ist Angst. Dadurch baut er Anspannungen ab und löst sich vom Stress. Angstzittern kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden und hängt eng mit der mentalen Verfassung Deines Hundes zusammen. Einige Hunde reagieren auf laute oder unangenehme Geräusche mit Zittern. Andere zittern beim Autofahren, weil dies Stress für sie bedeutet.

Auch das Treffen von fremden Menschen oder anderen Hunden können Auslöser dafür sein, dass Dein Hund zittert. Er kann die Situation nicht einschätzen und ist verunsichert. Meist geht Angstzittern mit anderen Verhaltensmerkmalen einher. Eine geduckte Körperhaltung, eine zwischen den Beinen eingeklemmte Rute, flach angelegte Ohren und insgesamt eine sehr unterwürfige Haltung zeigen deutlich an, dass Dein Hund gerade sehr ängstlich ist.

Für deinen Hund ist es dann hilfreich, wenn Du beruhigend auf ihn einwirkst. Verhalte Dich entspannt und sprich liebevoll mit ihm, so merkt er schnell, dass ihm keine Gefahr droht. Gerade bei neuen Menschen- oder Hundekontakten brauchen manche Hunde einfach etwas länger, um sich ohne Angst anzunähern.

6. Hund zittert nach Gabe von Medikamenten oder nach OP

Zittert Dein Hund, weil er eine Impfung oder ein Medikament bekommen hat, so ist dies zunächst unbedenklich. Es ist eine natürliche Reaktion des Körpers, der den Wirkstoff verarbeitet. Gönne Deinem Hund dann besonders viel Ruhe und jede Menge Streicheleinheiten. Sollte das Zittern jedoch länger anhalten, könnte es sich um eine allergische Reaktion handeln. Um sicher zu gehen, solltest Du Deinen Tierarzt, der die Impfung gegeben oder das Medikament verabreicht hat, noch einmal befragen.

Wenn Dein Hund nach einer Operation zittert, lässt dies auf die Nachwirkungen der Narkose schließen. Ruhe ist hier das beste Mittel. Auch Schmerzen können hier das Zittern auslösen. Da der Tierarzt sicherlich eine entsprechende Medikation nach der OP anordnet, wird sich der Zustand Deines Hundes mit Gabe eines Schmerzmittels schnell bessern.

Hund zittert - ist er krank?

Es gibt einige ganze Reihe Krankheiten, bei denen ein Hund zittert. Dies ist jedoch meistens nur eine körperliche Nebenreaktion, die auf ein größeres Problem hinweist. Wenn Du den Verdacht hast, dass Dein Hund krank sein könnte, solltest Du nicht zögern und einen Tierarzt aufsuchen. Er kann schnell ermitteln, was Deinem Hund fehlt und eine entsprechende Behandlung und Therapie einleiten. Hier eine kurze Übersicht von Krankheiten, die im Zusammenhang mit Zittern bestehen:

7. Epilepsie

Epilepsie ist eine Nervenerkrankung des Gehirns. Sie äußert sich durch epileptische Anfälle, bei denen beim Hund unkontrollierte Muskelzuckungen und intensives Zittern auftreten können. Epileptische Anfälle kündigen sich zudem häufig durch Nervosität, verstärkten Speichenfluss und Erbrechen an. Epilepsie ist nicht heilbar, kann aber mit einer auf den Hund angepassten Medikation gemildert und kontrolliert werden. Wichtig: Hat Dein Hund einen epileptischen Anfall, solltest Du unbedingt versuchen, Ruhe zu bewahren. Der Anfall lässt sich nicht aufhalten. Je ruhiger Du auf Deinen Hund einwirkst, desto leichter machst Du es ihm, den Anfall durchzustehen.

8. White Dog Shaker Phänomen

Das White Dog Shaker Phänomen tritt – wie der Name es bereits vermuten lässt – nur bei weißen Hunden auf. Es ist eine Erbkrankheit, bei der der Hund am ganzen Körper zittert und teilweise die Orientierung verliert. Besonders auffällig sind hier die schnellen Augenbewegungen. Beim Verdacht auf das White Dog Shaker Phänomen ist ein Tierarzt aufzusuchen. Mit einer entsprechenden Medikation lassen sich die Symptome gut in den Griff bekommen – heilbar ist diese Krankheit jedoch nicht.

9. Staupe

Staupe ist eine Viruserkrankung, die das Gehirn, das Nervensystem, den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege des Hundes angreift. Sie ist zum Glück sehr selten, aber lebensbedrohlich. Parallel zum Zittern zeigen Hunde mit Staupe einige oder alle der folgenden Symptome auf:

  • Krämpfe
  • Ausfluss aus der Nase
  • Husten
  • Atemnot
  • Lähmungen

Bei diesen Anzeichen ist natürlich ebenfalls sofort ein Tierarzt aufzusuchen. Da gegen Staupe aber standardmäßig geimpft wird, ist das Risiko, dass Dein Hund an Staupe erkrankt, sehr gering. Solltest Du unsicher sein, ob Dein Hund gegen Staupe geimpft ist, empfiehlt es sich, dies mit Deinem Tierarzt zu besprechen und die Impfung im Bedarfsfall nachzuholen.

10. Zittern bei Magen-Darm-Problemen

Magen-Darm-Erkrankungen können für Deinen Hund sehr belastend sein. Wenn er gelegentlich mal zittert und erbricht oder Durchfall hat, ist dies zunächst noch nicht bedenklich. Reguliert sich das mit den nächsten Mahlzeiten von alleine, ist diese kleine Unverträglichkeit unproblematisch. Anders sieht es aus, wenn der Hund über einen längeren Zeitraum zittert und immer wieder mit Übelkeit zu kämpfen hat.

Ebenso kann eine Magendrehung gefährlich für Deinen Hund werden. Das Zittern ist hierbei ein Zeichen dafür, dass der Hund Schmerzen erleidet. Teilweise steht der Hund in solch einem Fall sogar unter Schock. Besonders anfällig für Magendrehungen sind große Hunderassen. Auf eine Magendrehung lässt sich schließen, wenn einige oder alle der folgenden Symptome gleichzeitig auftreten:

  • starkes Hecheln (auch im Ruhezustand
  • Nervosität
  • Kreislaufprobleme, Desorientierung
  • Aufgeblähter Bauch
  • Erbrechen oder trockenes Würgen

Magen-Darm-Probleme gehören unbedingt behandelt, denn Hunde können sehr schnell dehydrieren. Es ist also wichtig, dass Du bei solchen Anzeichen einen Tierarzt konsultierst. Bei Verdacht auf eine Magendrehung muss schnell reagiert werden, denn diese kann das Leben Deines Hundes gefährden.

Wenn Dein Hund allgemein empfindlich ist und zu Magenbeschwerden neigt, solltest Du mit Deinem Tierarzt, einem Hundetrainer* oder einem Ernährungsberater für Hunde Dein aktuelles Futterkonzept besprechen. Eventuell gibt es hier noch Verbesserungspotenzial. Vielleicht benötigt Dein Hund Schonkost oder reagiert allergisch auf bestimmte Futtermittel. Dies gilt es abzuklären.

Gleichzeitig kannst Du mit Nahrungsergänzungsmitteln mit Flohsamenschalen*, die Magen-Darm-Funktion Deines Hundes aktiv unterstützen.

11. Zittern bei Vergiftungen

Falls Dein Hund giftige Pflanzen oder Lebensmittel zu sich genommen haben sollte, reagiert er häufig mit Zittern. Weitere Symptome, die auf eine Vergiftung hindeuten sind unter anderem:

  • Fieber
  • Krämpfe
  • Durchfall und Erbrechen
  • Verstärkter Speichelfluss
  • Kreislaufbeschwerden
  • Atemnot
  • Unruhe

Bei Vergiftungen ist Gefahr im Verzug, und Du solltest umgehend Deinen Tierarzt oder die nächste Tierklinik aufsuchen.

Weitere Ursachen, wenn Dein Hund zittert

Neben all den bereits aufgelisteten Punkten gibt es noch weitere mögliche Ursachen, die bei Deinem Hund Zittern auslösen können. Nierenversagen, Probleme mit den Atemwegen, Hirnerkrankungen wie Schlaganfälle oder ganz allgemein Schmerzen können mögliche Gründe sein. Wenn Du Dir unsicher bist und Dir das Zittern Deines Hundes nicht erklären kannst, dann solltest Du nicht zögern und Ihn einem Tierarzt vorstellen.

Hund zittert nur am Maul

Wenn Dein Hund mit den Zähnen klappert und das Maul zittert, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass er etwas wittert. Dieses Verhalten ist völlig normal und zeigt an, dass er einen besonderen Geruch aufnimmt. Auffällig ist dieses Maulzittern, wenn ein Rüde eine läufige Hündin wahrnimmt. Gleichzeitig kann das Zähneklappern aber auch bedeuten, dass Dein Hund friert.

Was tun, wenn der Hund zittert und gleichzeitig hechelt?

Wenn Dein Hund zittert und auffallend schnell hechelt, kann dies unterschiedliche Ursachen haben. Nach einem anstrengenden Training, bei dem er sich vollkommen verausgabt hat, ist dieses Verhalten durchaus normal. Er wird sich schnell wieder beruhigen. Hechelt und zittert er aus der Ruhe heraus, könnte dies eventuell auf eine Erkrankung hinweisen, z. B. Hitzschlag, Atemwegserkrankungen oder Schmerzen.

Musst Du Dir Sorgen machen, wenn Dein Hund schnell oder schwer atmet?

Grundsätzlich ist jede  Veränderung an Deinem Hund zu beobachten und die allgemeine Situation zu analysieren. Aufregung, Stress, Freude und Übermut können eine schnelle Atmung auslösen, sind aber vollkommen ungefährlich. Atmet er auch im Ruhezustand auffallend schnell oder schwer, dann könnte dies auf eine Atemwegserkrankung hindeuten. Auch eine Vergiftung wäre denkbar. Dann ist es wichtig, schnell zu reagieren und zum Tierarzt zu fahren.

Warum zittert ein Hund nach dem Fressen?

Wenn Dein Hund unmittelbar nach dem Fressen zittert, dann ist dies in den meisten Fällen ein Zeichen der Freude. Für die meisten Hunde ist die Fütterung ein echtes Spektakel. Wenn dies der einzige Grund für das Zittern ist, er sich relativ schnell wieder beruhigt und ansonsten unauffällig verhält, ist alles in bester Ordnung.

Vorsicht ist hingegen geboten, wenn sich Dein Hund nach dem Fressen zurückzieht und zittert. Gut möglich, dass er bestimmte Futterbestandteile nicht verträgt und mit Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen hat. Ebenfalls möglich ist es, dass er zu schnell gefressen hat und ihn Magenschmerzen plagen. Sollte dies der Grund sein, kannst Du dies schnell beheben, indem Du ihm sein Futter mithilfe eines Antischlingnapfs* gibst. Mit diesem muss er sich sein Futter nach und nach „erarbeiten“. Magenschmerzen oder auch Erbrechen nach dem Fressen können so deutlich verringert werden.

Fazit: Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Zittern Deines Hundes auslösen können. Die meisten sind harmlos, einige hingegen überaus gefährlich. Dazwischen gibt es eine große Bandbreite an möglichen Auslösern. Sollte sich Dein Hund also auffällig verhalten, ist es immer ratsam, deinen Tierarzt aufzusuchen und deinen Hund untersuchen zulassen. Nur er kann anhand unterschiedlicher Untersuchungen genau ermitteln, was Deinem vierbeinigen Freund fehlt.

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Mein Hund erbricht gelben Schleim – was tun?

Mein Hund erbricht gelben Schleim – was tun?

Dein Hund erbricht gelben Schleim? Das kann das unterschiedliche Ursachen haben. Kein Grund, sofort in Panik zu verfallen, aber natürlich sollte die Ursache gefunden werden. Es gibt zahlreiche Auslöser, die dafür verantwortlich sein können, das Dein Hund gelben, schaumigen Auswurf erbricht. Diese können sowohl harmlos als auch gravierend sein. Es ist also wichtig, dass Du Deinen Hund gut beobachtest und im Zweifelsfall Deinen behandelnden Tierarzt aufsuchst.

Warum erbricht ein Hund gelben Schleim?

Wenn sich Dein Hund übergibt, ist das immer ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Es ist eine natürliche Reaktion seines Körpers – zum Schutz, zur Reinigung oder als Symptom einer Krankheiten. Gelber Schleim, der schaumig und frei von Essenresten ist, deutet meistens auf die Galle hin.

Die Auslöser für das Erbrechen können sehr unterschiedlich sein:

  • Stress
  • Übelkeit, ausgelöst durch leeren Magen
  • Übelkeit beim Autofahren (in Kombination mit Stress)
  • Magen-Darm-Störung
  • Fremdkörper verschluckt
  • Hund hat Gras gefressen
  • Parasiten- oder Wurmbefall
  • Futterunverträglichkeiten
  • Medikamentenunverträglichkeit
 

Um aufzuklären, ob das Erbrechen ausgelöst wird, weil der Magen leer ist, oder doch eine ernste Ursache hat, ist das Verhalten und der Allgemeinzustand Deines Hundes zu beobachten und zu analysieren. Ist er fit, spielt, frisst und verhält sich insgesamt vollkommen normal, sind Sorgen unnötig. Meist sind in diesem Fall zu lange Futterintervalle der Grund für die Übelkeit. Dieser lässt sich dann schnell mit einem Leckerli wieder füllen – das Erbrechen von gelbem Schleim hört sofort auf. Auch das Erbrechen beim Autofahren lässt sich schnell erklären.

Bei Welpen ist das Gleichgewichtsorgan im Innenohr noch in der Entwicklung und nicht vollständig ausgebildet. Der Hund kann die Bewegungen, die durch das Autofahren entstehen, nicht ausgleichen. Ihm wird übel, und er erbricht (hier sind auch häufig Futterreste im Auswurf enthalten). Regelmäßige kurze Fahren sind ein gutes Training, um Deinen Hund an das Autofahren zu gewöhnen. 

Erbrechen erwachsene Hunde gelben Schleim beim Autofahren, ist das häufig eine Stressreaktion. Es gibt Hunde, die einfach nicht gerne Autofahren und für die jeder Transport eine enorme Belastung ist. Auch hier sind regelmäßige kurze Fahrten hilfreich, um dem Hund zu zeigen, dass nichts Schlimmes passiert. Wichtig ist, dass der Hund die Autofahrten nicht nur mit Besuchen beim Tierarzt assoziiert. Sondern auch angenehme Erlebnisse damit verbindet, z. B. einen Spaziergang im Wald.

Erbricht der Hund öfter hintereinander, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um ein medizinisches Problem handelt. Magen-Darm-Infektionen oder andere Verdauungsbeschwerden sollten unbedingt tierärztlich diagnostiziert und abgeklärt werden. Manchmal löst ein Hund auch selbst ein Erbrechen aus, indem er Gras frisst. Dieses Verhalten ist ganz natürlich und ein instinktiver Schutz, falls er etwas verschluckt hat, das ihm schaden könnte.

Warum ist der Schleim gelb?

Achtung, jetzt wird es medizinisch! In der Leber wird Gallenflüssigkeit gebildet, diese fließt dann in die Galle, wird dort gesammelt und in den Dünndarm weitergeleitet. Dies erfolgt kontinuierlich, verstärkt aber nach der Futteraufnahme. Gallensaft enthält Gallensäure, die wichtig für die Fettverarbeitung ist. Diese Säure aktiviert Verdauungsenzyme, die die Fette aus dem Futter lösen und für die Verarbeitung im Darm vorbereiten. 

Der Gallensaft besteht hauptsächlich aus Wasser (ca. 80 %). Die restlichen 20 % bestehen aus Lipiden, Gallensalzen, Enzymen, Abfallstoffen der Leber und Hormonen. Bilirubin (ein Abbauprodukt des Blutfarbstoffs Hämoglobin) ist für die gelbe Farbe der Gallenflüssigkeit verantwortlich.

Der Pylorus ist ein Schließmuskel. Er besteht aus der verdickten Ringmuskulatur der Magenwand. Dieser Pylorus reguliert die Weiterleitung des Futters und grenzt den sauren Magen gegen den Zwölffingerdarm ab. Funktioniert der Pylorus einwandfrei, öffnet er sich nur, wenn Nahrungsbrei vom Magen in den Darm geleitet wird. Bei leerem Magen ist der Pylorusmuskel entspannt und somit geschlossen. Es gibt jedoch Faktoren, die die Funktionalität des Schließmuskels beeinflussen können, z. B. der pH-Wert.

Wenn Dein Hund gelben Schleim erbricht, so handelt es sich hierbei um Gallenflüssigkeit. Schließt der Pylorus nicht richtig, wird die Galle vom Dünndarm zurück in den Magen geleitet. Hierfür können Mobilitätsstörungen des Verdauungsapparates, also des Magens und des Darms, Magengeschwüre oder auch Vernarbungen verantwortlich sein. Die Gallensäure löst dann den Reflex zu erbrechen aus.

Gelber Auswurf und Durchfall

Tritt gelber Schleim zusammen mit Durchfall auf, hat das meistens eine gravierendere Ursache als nur einen leeren Magen. Die Kombination aus Durchfall und Erbrechen deutet in den meisten Fällen auf einen Magen-Darm-Infekt oder Parasitenbefall hin. Gleichzeitig verliert der Hund durch das Erbrechen und den Durchfall sehr viel Wasser und läuft Gefahr, zu dehydrieren.

Dauern die Beschwerden länger als einen Tag, solltest Du unverzüglich einen Tierarzt konsultieren. Nur er kann genau ermitteln, was die tatsächliche Ursache ist, und welche Therapie Deinem Hund schnellstmöglich wieder auf die Pfoten hilft. Gerade für Welpen, geschwächte oder alte Hunde kann solch eine Situation schnell lebensbedrohlich werden.

Was tun, wenn der Hund nicht frisst und nicht trinkt?

Stellt Dein Hund die Nahrungsaufnahme komplett ein, ist Vorsicht geboten. Dies ist ein Anzeichen, dass etwas im Argen liegt. Hunde hören nur auf zu fressen, wenn es ihnen nicht gut geht. Da es bei Hunden sehr schnell zur Dehydration kommen kann, solltest Du mit Deinem Hund unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Die Ursache für die Verweigerung des Futters können sehr vielfältig sein, sind aber in jedem einzelnen Fall ernst zu nehmen.

Der Hund zittert beim Erbrechen

Wenn Dein Hund mal erbricht, bedeutet das nicht immer sofort eine gesundheitliche Gefahr. Ebenso ist Zittern nicht automatisch ein Anzeichen für ein medizinisches Problem. Tritt beides zusammen auf, solltest Du Deinen Hund genau beobachten. Wenn Dein Hund nach dem Erbrechen zittert, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass sein Körper stark belastet ist und er angeschlagen ist. Gut möglich, dass das Erbrechen Deinen Hund geschwächt hat oder sein Kreislauf sehr niedrig ist.

In solch einem Fall solltest Du Deinen Hund unbedingt einem Tierarzt vorstellen. Er kann feststellen, ob es eventuell ein Magenproblem ist oder ob es einen anderen Auslöser für sein kraftloses Befinden gibt. Selbst, wenn der Auslöser für das Erbrechen unproblematisch ist, kann der Tierarzt ihm etwas Aufbauendes und Stabilisierendes verabreichen. Manchmal reichen eine Aufbauspritze mit Vitaminen oder eine Kochsalzlösung schon aus. Um Deinen Hund aber nicht zu gefährden und mögliche ernsthafte Erkrankungen auszuschließen, ist der Besuch eines Tierarztes unerlässlich.

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5 klassische Hausmittel gegen das Erbrechen von gelbem Schleim beim Hund

Wenn Dein Hund gelben Schleim erbricht, ansonsten aber einen stabilen und gesunden Eindruck vermittelt, kannst Du ihm mit den folgenden Hausmitteln wieder auf die Pfoten helfen:

1. Futterzeiten überprüfen

Häufig erbrechen Hunde gelbe, schaumige Flüssigkeit, weil der Magen leer ist. Gerade bei Welpen und Junghunden, die noch drei- bis fünfmal am Tag gefüttert werden, ist der Abstand zwischen den Mahlzeiten oft zu lang (gerade über Nacht). Die Magensäfte reizen dann den Magen, die Folge ist Erbrechen. Ist dies der Auslöser kann ein Leckerli wahre Wunder bewirken.

Wenn Dein Hund also in den frühen Morgenstunden erbricht, solltest Du den Futtertonus anpassen, damit zwischen der letzten Mahlzeit am Abend und der ersten Mahlzeit am Morgen nicht zu viele Stunden liegen. Die Lösung ist hier ganz einfach: Gib Deinem Hund kurz bevor Du zu Bett gehst einen gesunden & leichten Snack*. So ist der Magen auch über Nacht beschäftigt und das Erbrechen von gelbem Schleim am frühen Morgen entfällt.

2. Schonkost verabreichen

Hat Dein Hund tatsächlich eine Magenverstimmung oder ist die Verdauung gestört, kannst Du ihm Schonkost verabreichen und so seinen Gesundungsprozess unterstützen. Hier haben sich leicht gesalzene Kartoffeln bewährt. Die Kartoffeln sind gut verdaulich, das Salz sorgt für die richtige Balance des Mineralhaushalts. Mit dem Salz aber bitte nicht übertreiben, denn sonst entzieht es dem Körper zu viel Flüssigkeit. Gleichzeitig kannst du auch das Wasser gegen Fencheltee* austauschen.

3. Morosche Suppe

Hat Dein Hund parallel zum Erbrechen auch Durchfall oder verweigert er die Nahrungsaufnahme komplett, solltest Du natürlich zunächst zum Tierarzt, um die Ursache zu klären. Daheim kannst Du ihm dann die Morosche Suppe (auch Moro-Suppe genannt) anbieten. Diese wird allgemein von den Hunden sehr gerne angenommen und gut vertragen. Sie ist sehr magenschonend und eine hilfreiche Kost, wenn die Verdauung Deines Hundes aus dem Takt gerät.

Hier das Rezept für die Morosche Suppe:

  1. 500 g Karotten mindestens 90 Minuten in einem Liter Wasser kochen.
  2. Anschließend die Karotten mit einem Pürierstab oder einem Mixer pürieren.
  3. Alternativ können die weich gekochten Karotten auch durch ein Sieb gepresst werden.
  4. Mit kochendem Wasser wieder auf einen Liter auffüllen und mit ca. 3 g Salz würzen.
  5. Noch einmal aufkochen – fertig!

4. Heilerde

Heilerde bzw. Heilmoor* in Pulverform kann ebenfalls bei Magen-Darm-Erkrankungen gute Dienste leisten. Diese Mittel dienen der inneren Körperreinigung und sollten eher bei akuten Beschwerden eingesetzt werden. Die Heilerde bindet überschüssige Magensäure und scheidet diese auf normalem Wege aus. Sodbrennen bzw. ein Reflux können so gemildert werden. Die Behandlung mit Heilerde oder Heilmoor sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden.

5. Pulverisierte Ulmenrinde

Alternativ zur Heilerde kann einem Hund, der gelb erbricht, auch pulverisierte Ulmenrinde* verabreicht werden. Ulmenrinde bildet im Magen eine gelartige Masse, die sich schützend auf die Magen- und Darmwände legt und so Beschwerden mindert, beruhigend wirkt und einen effektiven Schutz bietet.

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Unterschied gelber Schleim, weißer Schleim und andere Farben in Erbrochenem

Natürlich ist das Thema Erbrochenes etwas unangenehm, dennoch ist es gut, wenn Du gut informiert bist. So kannst Du schnell identifizieren, ob Dein Hund einfach nur Hunger hat oder ob Du möglichst schnell aktiv werden und zum Tierarzt gehen solltest.

Weißer Schleim

Im Gegensatz zum gelben Schaum, der auf die Galle hinweist, ist weißer, schaumiger Schleim meist ein Indiz dafür, dass Dein Hund einen Fremdkörper in sich trägt, der nun im Magen-Darm-Trakt festsitzt. Das kann relativ schnell passieren, wenn er etwas verschluckt, dass nicht verdaut und auf normalem Wege wieder ausgeschieden werden kann. In diesem Fall ist der Tierarzt Dein erster Ansprechpartner.

Brauner Auswurf

Weist das Erbrochene eine braune Farbe auf, ist das zunächst einmal nicht bedrohlich. Häufig entsteht diese Farbe beim Vermengen und Verdauen von Futter im Magen. Erbricht Dein Hund braun und ist die Masse breiig oder mit Futterstückchen, hat Dein Hund schlicht zu schnell gefressen. Gerade Schlinger neigen dazu, zu schnell zu viel Futter aufzunehmen und dieses dann wieder zu erbrechen. Mit einem Anti-Schlingnapf* kannst Du hier viel erreichen, denn Dein Hund ist durch die Form des Napfes gezwungen, sich sein Futter nach und nach zu erarbeiten.

Blut im Erbrochenen?

Wenn Du Blut im Erbrochenem Deines Hundes entdeckst, sorgt dies meisten für große Aufregung. Jetzt heißt es, Ruhe bewahren, denn nicht immer ist Blut im Erbrochenem ein Hinweis auf eine schlimme Erkrankung. Hier gibt die Farbe des Blutes Aufschluss. Ist das Blut im Schleim rosa bis hellrot (sauerstoffreiches Blut), so weist dies auf eine Verletzung im Mundraum oder des oberen Verdauungstraktes hin.

Solche kleinen Blessuren verheilen meist ganz von alleine wieder. Ist das Blut jedoch dunkelrot bis schwarz, solltest Du nicht zögern und sofort einen Tierarzt aufsuchen. Hierbei kann es sich um eine ernste Erkrankung des Darms, des Magens oder sogar um einen Tumor handeln.

Hund spuckt Wasser

Leidet Dein Hund unter einem Magen-Darm-Infekt, so ist der Magen ständig bestrebt, sich zu entleeren – selbst wenn sich nichts außer Wasser im Magen befindet. Der Hund spukt das Wasser dann meistens in einem Schwall aus. Sobald er etwas trinkt, erbricht er es wieder. Auch in diesem Fall solltest du zum Tierarzt gehen, da ein Hund schnell dehydriert, wenn er nichts bei sich behalten kann. Wird die Magen-Darm-Infektion behandelt, wird sich sein Zustand schnell bessern. 

Wann sollest Du auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren?

Grundsätzlich ist es nie zu früh, einen Tierarzt um Rat zu fragen. Erbricht Dein Hund nur selten gelben Schleim, und lässt sich dies mit einem Leckerli beheben, reicht es vollkommen aus, den Fütterungsrhythmus anzupassen. Gib Deinem Hund mehrere kleine Portionen als wenige große über den Tag verteilt. Dies gilt besonders bei der Fütterung von Welpen und generell bei Futterumstellungen. Letztendlich ist jedoch das Verhalten Deines Hundes entscheidend.

Treten folgende Symptome im Zusammenhang mit dem Erbrechen gelben Schleims bei Deinem Hund auf, solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren:

  • Häufiges Erbrechen
  • Erbrechen in Kombination mit Durchfall
  • Hund erscheint müde, antriebslos, matt, desinteressiert, apathisch
  • Hund ist nervös, findet keine Ruhe
  • Fieber
  • Dunkles Blut im Erbrochenem
  • Regelmäßiges Würgen, ohne zu erbrechen
  • Futter- und Wasserverweigerung
  • Mobilitätsstörungen
  • Verdacht auf Parasiten
  • Verdacht auf Aufnahme giftiger Substanzen oder Giftköder

Fazit: Sobald sich Dein Hund auffällig verhält, solltest Du ihn fachärztlich untersuchen lassen – nur zur Sicherheit. Der Tierarzt wird seinen Allgemeinzustand feststellen und bei Bedarf eine Kotuntersuchung veranlassen. So lassen sich die Ursachen für das Erbrechen von gelbem Schleim schnell ermitteln und entsprechende Medikationen und Therapien einleiten. Beim Verdacht, dass Dein Hund etwas verschluckt haben könnte, wird ein Röntgenbild Aufschluss geben. So lassen sich Fremdkörper am schnellsten identifizieren.

Eine Blutuntersuchung hingegen zeigt auf, ob Dein Hund eine Entzündung oder eine andere Krankheit in sich trägt, die den Brechreiz auslösen könnten. Bei Bedarf wird der Tierarzt auch eine Endoskopie anordnen. So lassen sich eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis), entzündliche Darmerkrankungen und Tumore diagnostizieren oder im besten Falle ausschließen. Also besser einmal zu viel als einmal zu wenig zum Tierarzt gehen.

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