Hundetricks

6 Beliebte Hundetricks zum nachmachen

Durch Hundetricks bringst Du Deinem tierischen Begleiter mit dem Grundwissen zur Motivation und Belohnungen beeindruckende Kunststücke bei. Besonders beliebte Tricks sind das Drehen, die Rolle und „Gib Pfötchen!“. Außerdem begeisterst Du Beobachter, indem Du Deinen Hund „Steppen, „Männchen machen“ oder „Packen“ lässt.

Bevor Du Deinem Vierbeiner erfolgreich Hundetricks beibringen kannst, muss er zunächst die grundlegenden Kommandos verstehen und zuverlässig ausführen. Als besonders wichtige Grundbefehle gelten „Aus!“, „Sitz!“ und „Platz!“. Diese Befehle spielen bei vielen Hundetricks eine zentrale Rolle. Solange Dein Hund auf das erforderliche Grundkommando nicht reagiert, ist der Trick dementsprechend zum Scheitern verurteilt. Falls dabei Nachholbedarf besteht, solltest Du Dich vor dem Einüben eines Hundetricks zuerst den Grundlagen widmen.

Der Zeitpunkt beeinflusst maßgeblich, wie gut und schnell Dein Hund lernt. Daher profitierst Du davon, für das Hundetrick-Training den richtigen Moment auszuwählen. Während Dein Hund hungrig oder müde ist, zeigt der Vierbeiner für den Trainingsbeginn wohl kaum die notwendige Motivation und echtes Interesse. Indem Du Deinem tierischen Begleiter leckeres Hundefutter mit einer angemessenen Portion servierst, steigerst Du deshalb die Erfolgsaussichten. Bei der Entscheidung für das passende Trockenfutter* oder andere Produkte stehen natürlich die Vorlieben und Besonderheiten Deines Hundes im Mittelpunkt.

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Nachdem Dein Haustier gefressen hat, ist darüber hinaus eine Verdauungspause äußerst wichtig. Im Anschluss an die letzte Mahlzeit wäre es ratsam, zumindest eine Stunde zu warten. Wenn Dein Vierbeiner sowohl satt als auch ausgeruht ist, bestehen für das Erlernen der Hundetricks ideale Grundvoraussetzungen. In diesem Zustand zeigt ein Hund die Begeisterung, die für Trainingseinheiten mit gelungenen Kunststücken unentbehrlich bleibt.

Belohnungen für den Hund als Schlüssel zum Erfolg

Belohnungen für Dein Haustier erleichtern Dir das Einüben der Hundetricks erheblich. Die Aussicht auf ein angenehmes Erlebnis bringt Hunde dazu, dem Training mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Als Klassiker unter den Belohnungen für Hundetricks gelten Leckerlis, bei denen es sich oft um Hundekekse* handelt. Manchmal genügen aber auch Streicheleinheiten als positive Verstärkung.

Das Wesen Deines Hundes entscheidet darüber, welche Belohnung einen ausreichenden Anreiz darstellt. Verspielte Vierbeiner begeisterst Du zum Beispiel oft mit Hundespielzeug* für Hundetricks. Falls Du die Vorlieben Deines Hundes noch nicht richtig kennengelernt hast, kannst Du den Erfolg mit verschiedenen Belohnungen im Training testen.

Es ist wichtig, dass Du Dein Haustier im Anschluss an erfolgreiche Hundetricks immer direkt belohnst. Dadurch bemerken die Hunde, wie sie sich die Annehmlichkeiten verdienen. Wenn die Belohnung zu spät erfolgt, ist den Vierbeinern möglicherweise nicht der Zusammenhang mit der vorherigen Übung bewusst. Hunde erleben die Welt mit einem sehr engen Bezug zur Gegenwart und verbinden das Verhalten der Menschen stets mit dem Vorfall, den sie im jeweiligen Moment wahrgenommen haben.

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Insofern einige Hundetricks gescheitert sind, ist der positive Abschluss einer Trainingseinheit trotzdem wichtig. In diesem Fall solltest Du gescheiterte Tricks abbrechen und das Training mit einfacheren Übungen fortsetzen. Dafür genügt ein unkompliziertes Grundkommando, für dessen Ausführung Du Deinen Hund belohnst. Indem Du eine Trainingseinheit mit einem kleinen Erfolgserlebnis beendest, hinterlässt Du beim Vierbeiner positive Erinnerungen an die gemeinsame Zeit. Hierdurch beginnt ein Tier das nächste Training erneut mit der notwendigen Freude. 

Spaß an den Hundetricks als zwingende Voraussetzung

Sobald Dein Vierbeiner während der Durchführung eines Hundetricks keinen Spaß hat, verläuft das Einüben eines Bewegungsablaufs viel schwieriger und ist generell nicht empfehlenswert. Nur solange Du selbst und der Hund sich am Training erfreuen, bestehen für Erfolgserlebnisse gute Voraussetzungen. Wenn Dein Haustier beispielsweise nie auf dem Rücken liegen will oder ungern springt, solltest Du Hundetricks mit derartigen Bewegungen nicht versuchen. Durch die Freude an der Sache fällt das Hundetraining allen Beteiligten leichter.

Für manche Hunderassen fühlen sich bestimmte Tricks allgemein unangenehm an. Mit der Größe und dem Körperbau sind einige Hunde schlicht nicht für alle Hundetricks geschaffen. Zugleich entscheidet das individuelle Wesen Deines tierischen Begleiters darüber, ob er sich bei einer Übung wohlfühlt. Eine ablehnende Reaktion darfst Du nie einfach ignorieren. Zwang verschlimmert die Situation und erschwert das Erlernen eines alternativen Tricks. Wer einem Hund zu lange unangenehme Hundetricks aufzwingen will, nimmt dem Haustier damit schlimmstenfalls dauerhaft den grundsätzlichen Spaß am Training. Daher konzentrierst Du Dich im Idealfall ausschließlich auf Übungen, die Deinen Vierbeiner erfreuen.

Motivation durch "will to please" und Egoismus

Bestimmte Hunderassen motivierst Du vor einem Hundetrick einfacher, weil sie über einen sogenannten „will to please“ verfügen. Hunde mit dieser Charaktereigenschaft verspüren das Bedürfnis, ihren Haltern sprichwörtlich zu gefallen. Wenn Du derartige Vierbeiner lobst und Deine Zufriedenheit mit den Hundetricks zeigst, sorgst Du für zusätzliche Begeisterung.

In erster Linie ist die Motivation der Hunde aber durch Egoismus getrieben. Die Haustiere befolgen Deine Befehle vor allem, weil sie sich davon schöne Vorteile erhoffen. Andererseits empfinden Hunde es als unangenehm, wenn Du ihr Verhalten ignorierst. Du kannst bei manchen Vierbeinern sogar relativ deutlich beobachten, dass sie vor der Durchführung eines Hundetricks die Vorteile abwägen. Indem Du diese Motivation weckst, erhöhst Du die Erfolgsaussichten bei Tricks nachhaltig.

Sechs Hundetricks im Detail mit Anleitung

1. Drehen um die eigene Achse

Du kannst Deinem Hund beibringen, sich um seine eigene Achse aus dem Stand zu drehen. Beim Erlernen des Hundetricks wirkt diese Bewegung für viele Vierbeiner zunächst noch ungewohnt. Mit den richtigen Belohnungen gelingt es aber oft schnell, einem tierischen Begleiter das Drehen beizubringen.

Und so gehts:

Du stellst Dich vor Deinen Hund und hältst in der Nähe seiner Schnauze ein Leckerli, um die Aufmerksamkeit des Tiers auf Deine Hand zu richten. Beim Erlernen des Hundetricks solltest Du einen passenden Befehl wie zum Beispiel „Dreh!“ auswählen. Am Kopf des Hundes vorbei führst Du die Hand mit dem Leckerbissen durch eine Kreisbewegung über den Rücken des Tiers. Daraufhin folgt der Vierbeiner im Normalfall Deinen Handbewegungen. Sobald der Hund sich um seine Achse einmal gedreht hat, gibts Du ihm mit dem Leckerli die Belohnung.

Das Ziel des Hundetricks besteht darin, dass das Tier am Ende bereits durch eine leichte Kreisbewegung Deiner Hand und den gleichzeitigen „Dreh!“-Befehl die Übung ausführt. Dafür musst Du den Trick mehrfach wiederholen und nach jedem gelungen Versuch vor dem nächsten Anlauf die Distanz zum Hund leicht erhöhen. Es ist wichtig, dass Du währenddessen geduldig bleibst und die Übung nicht zu schnell mit riesigen Entfernungen erzwingen möchtest.

2. Rolle über den eigenen Rücken

Die Rolle zählt zu den Hundetricks, die außergewöhnliche Geschicklichkeit erfordern. Dabei rollt der Hund sich über seinen eigenen Rücken. Belohnungen sind zur Motivation für diesen Trick besonders bedeutend, weil viele Hunde sich generell eher ungern in die Rückenlage begeben.

Und so gehts:

Du gibst Deinem Haustier vor der Durchführung des Hundetricks zunächst den Ausgangsbefehl „Platz!“. Wenn Dein Hund daraufhin vor Dir liegt, müssen sich die Ellenbogen und das Hinterteil jeweils auf dem Boden befinden. Sobald die Ausgangsposition des Hundetricks erreicht ist, hältst Du direkt vor der Schnauze des Vierbeiners einen geeigneten Snack. Hierbei sollte das Leckerli die Hundeschnauze bereits ein bisschen berühren.

Im nächsten Schritt bewegst Du Deine Hand mit dem Leckerbissen hinter dem Kopf über den Rücken mit langsamer Geschwindigkeit in die gewünschte Rollrichtung. Während Dein Hund mit der Schnauze am Snack bleiben will, rollt er im idealen Szenario automatisch. Manche Vierbeiner zeigen beim Erlernen des Hundetricks allerdings ein relativ zögerliches Verhalten. Darauf reagierst Du, indem Du das Tier mit Deiner zweiten Hand durch eine unterstützende Bewegung behutsam in die angestrebte Seitenposition bringst. Nach einigen Anläufen führt der Hund die Rolle im Optimalfall eigenständig aus.

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3. Kommando "Gib Pfötchen!" als Grundlage für weitere Hundetricks

Der Befehl „Gib Pfötchen!“ gilt trotz der relativ einfachen Ausführung als traditioneller Trick. Zugleich bildet dieses Kommando eine wichtige Grundlage für kompliziertere Hundetricks. Beim Erlernen des Tricks solltest Du geduldig bleiben und den Ablauf mit dem Vierbeiner gründlich einstudieren. Wenn Dein Haustier das Grundkommando uneingeschränkt beherrscht, musst Du Dich bei Trainingseinheiten für Hundetricks mit mehreren Schritten damit nicht mehr beschäftigen.

Und so gehts:

Du gibst Deinem Hund zunächst das Kommando „Sitz!“ und gehst neben dem Vierbeiner auf die Knie. Daraufhin erteilst Du für die Durchführung des Hundetricks den Befehl „Gib Pfötchen!“, während Du gleichzeitig mit der flachen Hand eine Hundepfote hochhebst. Das Ziel besteht darin, dass der Hund die Pfoten am Ende durch das Kommando eigenständig erhebt. Du hilfst ihm mit Deinen eigenen Händen auf die Sprünge, bis er die Bewegungen auf den Befehl selbst ausführt.

Wenn Dein Hund zum ersten Mal alleine das Pfötchen gibt, musst Du ihn sofort belohnen. Du hast hierbei auch die Möglichkeit, in Deiner Hand ein Leckerli zu verstecken und vor den Kopf Deines Haustiers zu halten. Im Optimalfall benutzt Dein Hund daraufhin automatisch die Pfote, weil er damit den Leckerbissen erreichen will. Als Belohnung für das Anheben der Hundepfote gibst Du das Leckerli frei. Ein relativ kleiner Hundesnack* ist dafür häufig besonders gut geeignet.

4. Steppen beim Dogdancing mit Menschen

Beim Steppen hebt der Hund seine Pfoten und orientiert sich dabei an den gleichzeitigen Bewegungen eines gegenüberstehenden Menschen, der wiederum die eigenen Beine abwechselnd anhebt. Als Hundehalter gibst Du während der Durchführung des Hundetricks sozusagen den Takt vor. Für Beobachter entsteht dadurch der Eindruck, dass der Mensch und das Tier sich auf derselben Stelle zusammenhängend bewegen würden. Der Trick stammt aus der Hundesportart Dogdancing, die traditionell vor allem in den USA praktiziert wird. Für das Gelingen des Hundetricks ist es zwingend erforderlich, dass Dein tierischer Begleiter insbesondere das Grundkommando „Gib Pfötchen!“ beherrscht.

Und so gehts:

Du gibst vor dem Steppen Deinem Hund den Befehl „Sitz!“ und stellst Dich gegenüberliegend vom Vierbeiner auf. Daraufhin erteilst Du das Kommando „Gib Pfötchen!“ und erhebst währenddessen jedoch ein Bein statt der Hand. Im Optimalfall orientiert sich der Vierbeiner daraufhin direkt an Deinen Beinbewegungen. Einige Hunde sind allerdings zunächst irritiert, wenn Du nach dem „Gib Pfötchen!“-Befehl nicht die Hände bewegst. Indem Du Deine Hände ausgestreckt auf die Beine legst, gewöhnst Du das Tier dann an das Steppen.

Nachdem Dein Hund seine Pfote nahezu gleichzeitig mit Deinem Fuß angehoben hat, solltest Du ihn umgehend loben und belohnen. Du bringst dem Hund beim Steppen bei, auf Dein linkes und rechtes Bein jeweils mit der richtigen Seite zu reagieren. Sobald der Vierbeiner die Grundlagen beherrscht, steigerst Du die Schwierigkeitsstufe der Hundetricks mit mehreren aufeinanderfolgenden Beinbewegungen. Die Belohnung vergibst Du dann immer erst, wenn Dein tierischer Begleiter die zusätzlichen Schritte befolgt hat.

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5. "Mach Männchen!" als Klassiker der Hundetricks

Mit einem der besonders berühmten Klassiker unter den Hundetricks bringst Du Deinem Vierbeiner bei, „Männchen zu machen“. Hierbei bewegt der Hund aus der ursprünglichen Sitzposition heraus beide vorderen Pfoten nach oben. Weil sich dabei das Gewicht in die hintere Richtung verlagert, erfordert die Durchführung des Hundetricks ein außergewöhnliches Balancegefühl. Für eine gelungene Übung ist es entscheidend, dass das Hinterteil Deines Hundes auf dem Boden bleibt.

Und so gehts:

Mit Deinem tierischen Begleiter begibst Du Dich in die unmittelbare Nähe einer stabilen Wand. Durch das Kommando „Sitz!“ bringst Du den Hund mit dem Rücken zur Mauer in die Ausgangsposition. Beim Einüben verleiht die Wand dem Tier die notwendige Sicherheit und Stabilität.

Relativ nahe über dem Kopf des Hundes bewegst Du ein Leckerli, bis er sich leicht aufrichtet und die Vorderpfoten anhebt. Daraufhin gibst Du den Befehl „Mach Männchen!“ und belohnst ihn mit dem Snack, falls das Hinterteil während des Hundetricks auf dem Boden bleibt. Insofern er stattdessen einfach aufsteht, gibt es keine Belohnung und Du wiederholst den Ablauf.

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6. Gegenstand packen mit der Pfote

Beim Packen berührt Dein Hund Gegenstände mit der Pfote und stößt das Objekt eventuell um. Durch derartige Hundetricks lernen manche Vierbeiner sogar, Türen zu bewegen. Du kannst die Konzentration Deines Hundes während des Einstudierens auf spezielle Gegenstände Deiner Wahl lenken.

Und so gehts:

Du stellst ein interessant wirkendes Objekt in der Umgebung des Tiers auf. Sobald der Hund den Gegenstand berührt, lobst und belohnst Du ihn. Nach erfolgreichen Wiederholungen verbindest Du die Ausführung des Hundetricks mit dem Kommando „Pack!“, das Du bei jeder Berührung mit dem Objekt aussprichst. Im nächsten Schritt gibst Du denselben Befehl und zeigst währenddessen jedoch auf andere Gegenstände. Dann hat der Hund das „Pack!“-Kommando im Idealfall verinnerlicht und reagiert direkt.

Im Verlauf der Zeit ist es möglich, während der Ausführung des Hundetricks die Distanz zum Tier und den Gegenständen schrittweise zu vergrößern. Hierbei solltest Du den Abstand aber nur langsam erweitern und nichts überstürzen. Falls Dein Hund irritiert ist, musst Du die Entfernung vorerst wieder verkürzen. Das Ziel besteht darin, dass Du den „Pack!“-Befehl am Ende vom Sofa aus gibst.

Fazit: Spaß und Geduld für erfolgreiche Hundetricks

Spaß für alle Beteiligten und die notwendige Geduld sind das Erfolgsrezept, wenn Du mit Deinem Vierbeiner Hundetricks einstudieren willst. Als motivierende Belohnung spielen Leckerlis für viele Tricks eine entscheidende Rolle. Ein Trainingsleckerli-Set* mit verschiedenen Geschmacksrichtungen gibt Dir die Gelegenheit, hierzu den Lieblingssnack Deines Hundes zu finden. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Dein Haustier die Grundkommandos uneingeschränkt beherrscht.

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